Campus Reporter

Alltag auf dem Uni-Campus

An der Uni studieren und arbeiten tausende Menschen. Was machen die eigentlich jeden Tag? Was erleben sie? Was bewegt sie? Darüber liest man wenig. Das will Campus Hamburg - gemeinsam mit der UniScene - jetzt ändern.

Campus Reporter ist ein neues News-Portal, in dem Hamburger Studierende regelmäßig über ihre ganz persönlichen Campus-Erlebnisse schreiben.

Das Projekt lebt von Euren Geschichten!

Wie Ihr bei „CAMPUS REPORTER“ mitmachen könnt?

Schreibt uns eine Email mit Euren Ideen an: reporter@campus-hamburg.de

 

Campus News

Aktuelles aus der Universität

// Di, 31.01.2012

Vorläufiges Wahlergebnis der StuPa-Wahl

Das vorläufige Wahlergebnis der StuPa-Wahl 2012 wu ... 

// So, 22.01.2012

Neuigkeiten vom MIN-Campus

Die Neugestaltung des MIN-Campus rückt näher. Bi ... 

Uni goes UN – Studis üben Diplomaten-Status

Ein Raum voller Studenten im Anzug, die Länder aus der ganzen Welt repräsentieren und über globale Probleme diskutieren? Klingt komisch, ist aber Alltag an der HanseMUN der Uni Hamburg. Großes Highlight ist die jährliche Konferenz, die in New York City stattfindet. UNISCENE sprach mit Jan, dem Vorsitzenden des Vereins, über Politik, Party und P. Diddy.
Von Chiara Piscitelli

Internationale Politik und Verhandlungen sind nur langweiliger und trockener Stoff? Nicht so bei Hanse- atic Model United Nations (MUN)! Der Verein, der 1996 von Studierenden der Uni Hamburg gegründet wurde, setzt sich mit den Problemen der globalisierten Welt auseinander und will jungen Menschen die Mechanismen und Abläufe der Vereinten Nationen näher bringen. Studenten simulieren Konferenzen UN und reprä- sentieren in Verhandlungen Ziele und Wünsche des Landes, das sie als Diplomaten vertreten. Dabei läuft alles nach den offiziellen Regeln der Vereinten Nationen ab. Das Themenspektrum reicht von Atompolitik bis Bürgerkrieg.
Jan Sellmer (23) studiert im vierten Semester Jura an der Uni Hamburg und ist derzeit Vorsitzender des Vereins. „Schon während meiner Schulzeit habe ich mich für Model United Nations-Projekte engagiert, daher war für mich klar, dass ich an der Uni damit weitermachen möchte.“ Bei MUN lernt man nicht nur Themen und Problematiken des aktuellen Weltgeschehens ken- nen, sondern bekommt mit, wie die UN funktioniert und hat da- bei noch eine Menge Spaß. „Toll an unseren Sitzungen finde ich vor allem, dass wir alle Englisch sprechen und so unsere Sprach- kenntnisse verbessern können“, erzählt Jan. „Dabei ist Englisch auf Leistungskurs-Niveau völlig ausreichend!“
Bei HanseMUN lernen Studenten auch, vor anderen Reden zu halten und dabei mit ihren Argumenten zu überzeugen. Wichtige Kompetenzen, die im normalen Studi-Alltag oft ver- nachlässigt, aber dennoch von späteren Arbeitgebern gefordert werden. Trotz allem ist Hanse- MUN kein langweiliger Verein voller ambitionierter Jungpolitiker und Streber, sondern vielmehr eine Gruppe von interessierten und weltoffenen Studis. „Mir gefällt besonders, dass unsere Mitglieder aus allen Fakultäten der Uni kommen und man so viele neue Freundschaften knüpft“, schwärmt Jan. „Ich finde es wichtig, dass man aus seinem Alltagstrott zwischen Hausarbei- ten und Klausuren rauskommt und politische Themen auch mal lebendig angeht und nicht nur in der Theorie bespricht.“
Im November dieses Jahres steht dann die jährliche Konfe- renz in Hamburg an, zu der auch Mitarbeiter von Botschaften aus verschiedenen Ländern kom- men. Neben der Konferenz gibt es sowohl Empfänge und Partys sowie interessante Vorträge von Gastdozenten aus Politik und Wirtschaft. „Die Mitarbeiter der Botschaften sind manchmal echt witzige Menschen, die viele Geschichten zum Besten geben können“, erzählt Jan.

I want to wake up in a city that doesn’t sleep
Das Highlight des Jahres ist natürlich die UN-Konferenz des Vereins in New York. „Wir verbringen meist zwei Wochen im Big Apple, wovon fast die Hälfte harte Arbeit ist. Aber natürlich haben wir auch eine Menge Spaß und können uns die Stadt an- schauen.“ Ausgewählte Mitglieder von HanseMUN bilden die Dele- gation eines ihnen zugewiesenen Landes und repräsentieren diese auf der internationalen Konferenz in New York. Das Highlight ist eine Sitzung im Gebäude der UNO, bei der die Studis auch hochrangige Diplomaten ken- nenlernen. Finanziell werden die Studis dabei von Sponsoren und Stiftungen unterstützt, so dass sie nicht in Geldnöte kommen, wenn sie an der Reise teilnehmen wollen. „Vor der Konferenz in New York bereiten wir uns natürlich besonders intensiv vor, treffen Botschafter und Menschen des Landes, das wir vertreten und reisen dorthin. Dieses Jahr waren wir zum Beispiel in Lettland und haben dort in Riga mit lettischen Politikern sprechen können.“ Einzigartige Erlebnisse, die ver- binden und sich nebenbei auch noch gut im Lebenslauf machen.
Viele Kontakte, die während der Konferenzen und Reisen entstanden sind, können sich später als sehr hilfreich erweisen, zum Beispiel für Praktika. „Wir treffen aber nicht nur politische Personen! Auf dem Times Square in New York haben wir zum Beispiel den Rapper P. Diddy mit einem seiner Tänzer getroffen“, lacht Jan. „Eine von uns dachte aber versehentlich, dass der Tänzer die Berühmtheit wäre und drückte P. Diddy den Fotoapparat in die Hand. Das war natürlich super lustig.“ In Zukunft will der Verein auch versuchen, durch die Teilnahme an HanseMUN, Credit Points fürs Studium zu bekom- men. So können Studis ihre Freizeit in den Verein investieren und dabei noch Punkte für das Studienleistungskonto sammeln.
Wer Lust bekommen hat, bei HanseMUN mitzumachen, ist ab der zweiten Uniwoche im Wintersemester herzlich zu den Montagssitzungen eingeladen. „Wir treffen uns während des Semesters jeden Montag um 18 Uhr im Pferdestall am Allendeplatz und freuen uns immer über neue Gesichter!“ Wer weiß, vielleicht ist HanseMUN der Anfang Eurer eigenen erfolgreichen Diplomatenkarriere?

Infos zum Verein: www.hansemun.de.

Jura-Studis streiten sich an die Spitze

Hamburger Team in Wien: Wiebke, Justus, Alex, Ann-Kristin, Paul (Coach), Vanessa, Mona, Malte (Coach), Sophie (Coach)

Bereits seit vier Jahren nimmt ein Team der Uni Hamburg an einem der größten internationalen juristischen Wettbewerbe teil – dem „Willem C. Vis Moot Court“, der auch als„juristische Olympiade“ bezeichnet wird. Die Hamburger belegten diesmal den 3. Platz. UNISCENE wollte wissen, wer so hinter den kommenden Elite-Juristen steckt, und hat sie deshalb einfach mal spontan im Rechtshaus besucht. Von Carolin Janssen

Der „Vis Moot Court“ gilt in der Brancheals Eintrittskarte in die großen internationale Kanzleien. Der Weg zur Bronzemedaille war für die Hamburger Nachwuchsjuristen daher sehr hart. Er begann für die sechs Studenten Vanessa Fricke (22), Justus Langlettig (22), Alexander Levi(22), Ann-Kristin Becker (20), Mona Wrobel (22) und Wiebke Reuter (21) bereits im Oktober letzten Jahres mit der Vorbereitung und dem Verfassen der Schriftsätze zu einer „fiktiven Handelsstreitigkeit zweier Unternehmenin einem Schiedsverfahren“. Im Anschluss folgte mit den zahlreichen Probeverhandlungen auf der ganzen Welt die praktische Vorbereitung auf das große Finale in Wien. Das Team traf sich hierfür mehrmals täglich zu heißen Diskussionsrunden und intensiven Recherchearbeiten. Da bliebkeine Zeit mehr für Hobbys. Ann Kristin, die sich in ihrer Freizeit für Musik und Schauspielerei interessiert, sagt: „Das Ganze hat extrem viel Zeit in Anspruch genommen. Der ganze Tag und alle Gedanken drehten sich nur um den Fall. Gut, dass wir nicht gleichzeitig zu unseren Vorlesungen mussten. Auch meine Freunde habe ich vorgewarnt, dass ich von Oktober bis April keine Zeit haben würde.“ Als Jüngste im Team hatte die wasch echte Hamburgerin zu Beginn Zweifel, ob sie überhaupt schon weit genug für die Teilnahme war. Schließlich studierten die anderen Teammitglieder teilweise bereits sieben Semester Jura. „Meine Ängste waren aber absolut unbegründet. Schließlich fangen bei diesem Projekt alle von Null an, und de rKontakt zu höheren Semestern hat mich auch für mein eigentliches Studium ungemein weitergebracht. Es lohnt sich also, mutigzu sein und sich bereits so früh für das Projekt zu bewerben,“ so Ann-Kristin, deren Vater ebenfalls Jurist ist und als Richter arbeitet. Einmalige Praxiserfahrung „Genau diese Mischung war wohl das Erfolgsrezept des Teams“, erklärt Coach Paul Gummert (23), der letztes Jahr selbst am Wettbewerb teilnahm. „Die verschiedenen Sichtweisen, an die Themenher anzutreten, brachten frischen Wind in die Ausarbeitung.“ Als einer der drei Coaches, die selbst noch im Studium sind, war es seine Aufgabe, Ann-Kristin und die anderen fünf Teammitglieder auszuwählen. Hierfür organisierten die drei ehemaligen Wettbewerbsteilnehmer Infoveranstaltungen, werteten die Bewerbungen aus und führten die persönlichen Auswahlgespräche. Alles natürlich von vornherein auf Englisch. Außerdem standen die Coaches dem Team bei allen Fragen und Ängsten mit ihren Erfahrungen zur Seite und korrigierten abschließenddie Schriftsätze. Durch die Teilnahme an dem Wettbewerb konnten die angehenden Juristen aktive Praxiserfahrungen sammeln, die sie während ihres Studiums sonst nur in den Pflichtpraktika erhalten würden. „Diese Abwechslung zum theoretischen Studium war für mich besonders interessant. Außerdem konnte ich meine Englischkenntnisse weiterfestigen,“ erklärt Sprachtalent Wiebke, die neben dem Studium noch Schwedisch lernt. Sie, Mona und Ann-Kristin waren es dann am Ende auch,die die ausgearbeiteten Schriftsätzein dem mündlichen Teil des Wettbewerbes präsentierten. Im großen Finale in Wien wurde den Teams entweder die Kläger oder Beklagtenseite zugelost, für die sie plädieren sollten. Die drei Blondinen überzeugten auf ganzer Linie! „Dabei ist es gar nicht wichtig, ob man am Ende die Gewinner- oder Verliererseite im Prozess vertritt. Einzig die Verhandlungssicherheit sowie das überzeugende Auftreten in den Plädoyers entscheidet über die Platzierung im Wettbewerb“, erklärt Ann-Kristin.

Da alle Drei bereits in ihrer Schulzeit eine Zeit lang im Ausland verbrachten, war die englische Sprache für sie kein Problem. Da dieser Wettbewerb in der Juristen-Branche einen hohen Stellenwert genießt, sind beiden einzelnen Plädoyers oft viele Headhunter und Kanzlei vertreteranwesend. So kommt es auch, dass nach dem überzeugenden Finale in Wien alle Hamburger Teammitglieder bereits konkrete internationale Praktikaangebote erhalten haben. „Wir haben uns weiterentwickelt. Wir sind selbstsicherer geworden, lassen uns nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen und arbeiten effektiver. Das vergangene halbe Jahr war eine einzigartige Erfahrung, die wir jedem weiterempfehlen würden, der sich dafür interessiert. Man muss aber viel Zeit einplanen und mit Herz und Kampfwillen dabei sein“, erklärt Wiebke. Coach Paul erinnert sich an seine Zeit als aktives Teammitglied und ergänzt: „Es ist etwas ganz Besonderes, dabei zu sein. Nach der Wettbewerbsteilnahme wird man ehrgeiziger und zielorientierter, denn man hat viele internationale Kanzleien besucht und nun gesehen, was möglich ist. Spätestens jetzt weiß man, wo man später einmal hin möchte.

“Wer Interesse hat, nächstes Jahr mit dabeizu sein, der ist herzlich zur Infoveranstaltung am 6. Juni um 16 Uhr in der juristischen Fakultät eingeladen. Weitere Infos gibt’s unter www.uhh-vismoot.de.

Im Test: Die Zeltmensa am Campus Finkenau

Zeltmensa am Campus Finkenau: „Überraschend gemütliches Flair für maximal 160 Personen“

Mensa? So was kannten die Studis am neuen neuen Kunst- und Mediencampus Finkenau bislang nicht wirklich. Doch das soll sich jetzt ändern. Bis die richtige Mensa fertig ist, soll ein Gastro-Zelt die Wartezeit überbrücken. UNISCENE hat sich getraut und den Vor-Ort-Test gemacht. Von Chiara Piscitelli

Mensaessen ist wie der halbjährliche Besuch bei Tante Annegret: notwendig, aber nicht unbedingt ein Erlebnis. Trotzdem natürlich eine preiswerte und schmackhafte Alternative für Studenten, die tendenziell immer Flaute im Geldbeutel haben. Bei gähnender Leere im Studi-Kühlschrank kann man sich in der Mensa wenigstens eine ordentliche und warme Mahlzeit leisten. In der lichtdurchfluteten und wenn nötig natürlich auch beheizten Zeltmensa auf dem Kunst- und Mediencampus Finkenau, auf dem sich die Hamburg Media School, die Miami Ad School, mehrere kreative Studiengänge der HAW sowie der Stadtsender Tide befinden, wird das Essen jetzt zum Erlebnis. Inmitten eines gemütlichen kleinen Innenhofs steht ein kleines, aber robustes weißes Zelt, wie man es meist von Dorf- oder Straßenfesten kennt. Davor stehen einige Bänke, so dass man sich bei Sonnenschein auch gemütlich draußen hinsetzen kann. Von innen erinnert alles an Festzelt, besticht jedoch durch die typischen Mensa-Einrichtungsgegenstände, wie die üblichen Tischreihen und bekannten Salzstreuer. Alles macht einen sauberen und ordentlichen Eindruck, die Tische werden regelmäßig vom Personal abgeräumt und gewischt. „Die Zeltmensa ist eine einladende und für Studierende und Lehrende zeitsparende Lösung, sich zwischen den Vorlesungen zu verpflegen“, erklärt Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg. „Sie bietet ein warmes Mittagessen direkt auf dem Campus und überbrückt so die Angebotslücke, bis 2013 die neue endgültige Mensa auf dem Campus gebaut wird.“ Die Essensauswahl ist klein, aber fein: Es gibt zwei verschiedene warme Tagesgerichte und eine Suppe. An unserem Testtag ist es eine Hühnchenpfanne mit Kidneybohnen und Reis für günstige 2,20 Euro. Der Reis könnte zwar bissfester sein, dafür schmeckt das Hühnchen ganz gut und sättigt angemessen. Wenn Euch der Hunger nach etwas Frisch-Knackigem kommt, könnt Ihr Euch von einer kleinen Salatbar bedienen. Diese bietet zur späteren Stunde zwar nur die Auswahl aus ein paar Karottenstreifen und Tomatenhälften, dafür ist das Gemüse knackig und frisch und für 45 Cent pro 100 Gramm kann man auch als Student nicht meckern. Es gibt sogar eine Kuchen und Gebäckauswahl, so dass für Euer Wohl ausreichend gesorgt sein dürfte. Die Preise bewegen sich auf dem gewohnt günstigen Mensa-Niveau. So bekommt Ihr für 90 Cent einen normalen Becher Kaffee und für ein paar Cent mehr gibt’s noch ein schönes Stück Kuchen dazu. Die Studenten vor Ort scheinen sich über das neue Angebot zu freuen. „Ich bin froh, dass es
auf dem Campus endlich was zu essen gibt, früher gab es nur die weiter entfernten Pommesbuden“, erzählt uns Christoph. Diese Zeltmensa hat tatsächlich was. Laut Betreiber passen etwa 160 Personen hinein, und trotzdem wirkt die Mensa irgendwie fast gemütlich. Das Personal grüßt
sogar freundlich. Vielleicht färbt die Zeltatmosphäre einfach gut auf das Gemüt der Besucher ab? Auf jeden Fall ein guter Kompromiss für die Studenten. Die
Zeltmensa hat täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Über die Autorin...
Chiara Piscitelli studiert Germanistik und Medienwissenschaften an der Uni Hamburg

Ticker

+++ Studiengebühren werden 2012 komplett abgeschafft +++

Hier noch eine Eilmeldung, die uns kurz vor Redaktionsschluss erreichte:
Der neue SPD-Senat hat bestätigt, dass die Studiengebühren abgeschafft
werden. Leider aber nicht sofort, sondern erst zum Wintersemester
2012.

+++ Campus-Navigator der Uni Hamburg in neuem Gewand +++

Der Campus-Navigator wurde deutlich verbessert und mit neuen Onlinefunktionen versehen. Das Tool erlaubt einen virtuellen Hamburg- Spaziergang zu allen universitären Einrichtungen und zeigt darüber hinaus deren geographische Positionen und Kontaktdaten. Ihr findet den Navigator auf uni-hamburg.de.

+++ Hamburg: Platz 3 bei den Mietpreisen in Deutschland +++

Hamburgs Mietpreise von derzeit durchschnittlich 9,89 Euro pro Quadratmeter werden nur noch von München (12,64) und Frankfurt übertroffen (10,93). Wohl gemerkt: Das sind die Kaltpreise ohne Betriebskosten. Am günstigsten ist es übrigens in Plauen und Hof mit 4,21 Euro pro Quadratmeter.

+++ Präsidenten-Amt an der TUHH übergeben +++

Garabed Antranikian ist neuer Präsident der Technischen Universität in Hamburg. Er kennt die TU seit mehr als 20 Jahren. Seine Amtszeit beträgt sechs Jahre. Er übernahm den Posten am 1. April von Edwin Kreuzer, der der Uni seit 2006 vorstand.

+++ Logo-Musikclub soll umziehen, aber nicht weit weg +++

Das Logo ist eine Institution, seit 1974 spielten unter anderem Otto Waalkes, Udo Lindenberg, Fury in the Slaughterhouse oder Pur in dem Schrammelschuppen in der Grindelallee 5. Nun muss die Location neuen Büro- und Wohnflächen weichen. Als Ersatz-Standort ist das Gelände um das Bezirksamt Eimsbüttel im Gespräch, wo sich bereits eine Skater- Anlage befindet. Das Bezirksamt will will den Prozess beschleunigen.

+++ Neues Programm des CareerService +++

Pünktlich zum Semesterbeginn ist das aktuelle Veranstaltungsprogramm des CareerService, ein Heft mit Jobberatungsangeboten der HAW Hamburg, erschienen. Neben dem gedruckten Programm, das überall in der Hochschule ausliegt, gibt es jetzt auch einen kurzen PDF-Newsletter, der die Angebote zusammenfasst und über Themen rund um das Berufsleben informiert. Anmeldungen sind über die Homepage www.haw-hamburg.de/careerservice möglich.

+++ Datenschutz ist ein unwichtiges Thema für Verbraucher +++

Anhand einer Studie zum Thema Kundenkarten und Konsumverhalten ist ein Forschungsteam am Institut für Volkskunde der Uni Hamburg zum Ergebnis gekommen: Jeder Bundesbürger hat in seinem Portemonnaie rund vier Kundenkarten. Warnungen und Kritik von Daten- und Verbraucherschützern werden von vielen ignoriert, die „Geiz ist geil“-Mentalität schlägt das Sicherheitsempfinden der meisten Konsumenten.

+++ Neu: Masterbroschüre +++

Die Uni Hamburg gibt erstmalig eine Broschüre nur zu Masterprogrammen heraus. Bachelorabsolventen und Berufstätige finden hier Informationen zu weiterführenden Masterstudiengängen und Aufbaustudiengängen. Interessierte können die Broschüre in der Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit per Telefon unter 040.42838- 2968 bestellen.

+++ WHU-Zertifikat in Business für Bucerius-Studenten +++

Die Jurastudenten der Bucerius Law School (BLS) in Hamburg haben künftig die Möglichkeit, ein Zusatzzertifikat der Otto Beisheim School of Management (WHU) zu erwerben. Das Zertifikat in Wirtschaftswissenschaften wird verliehen, wenn mindestens 12 Credits belegt wurden. Im Gegenzug übernimmt die BLS die Verantwortung der wirtschaftsrechtlichen Ausbildung an der WHU.

 

Zwischen Büchern und Rathausbank

Jungpolitikerin Annkathrin: „Studium und Bürgerschaft? Ich schaffe beides!“

Annkathrin Kammeyer (21) ist SPD-Abgeordnete und das jüngste Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Sie studiert Politikwissenschaft im 3. Semester an der Uni Hamburg. Wir sprachen mit ihr über Studium, Politik und ihren Traumberuf. Von Alexandra Karge

Wie fühlst Du Dich als jüngstes Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft?

Sehr gut. Nach meinem überraschenden Einzug hab ich mich zunächst gefragt, ob ich das schaffe. Ich bin schließlich erst 21 und studiere noch. Aber viele Leute haben mir Mut gemacht und nun freue ich mich noch mehr auf die Möglichkeit, vier Jahre in der Hamburgischen Bürgerschaft mitzuwirken.

 

Was bedeutet Dein Bürgerschaftsmandat für Dein Studium? Wirst Du es ordnungsgemäß weiterführen?

Ich will mein Studium in Regelstudienzeit absolvieren! Das bedeutet bessere Organisation und weniger Freizeit für mich. Wenn ich Sitzungen habe, muss ich vielleicht in einigen Kursen mal früher gehen. Aber die Bürgerschaft ist schließlich ein Feierabendparlament. Die meisten Abgeordneten arbeiten Vollzeit, also schaff ich das auch!

 

Wie haben Deine Eltern auf Deine neue Aufgabe reagiert?

Meine Eltern sind total stolz auf mich! Sie unterstützen mich in allem und üben keinen Druck bezüglich meines Studiums aus. Ich kann mich immer auf sie verlassen!

 

Was möchtest Du als Studentin und SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für die Hamburger Studierenden verwirklichen?

Mein politisches Kernthema ist die Abschaffung der Studiengebühren! Dieses Engagement erwarte ich von meiner gesamten Fraktion. Aktuell hat das ungenügende Abschneiden der Uni Hamburg bei der Bundesexzellenzinitiative viele Fragen aufgeworfen: Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Uni ausreichend zu finanzieren? Die Regierung muss mehr Geld für die Uni bereit stellen! Wir verlieren viel zu viele Studierende an umliegende Bundesländer. Hamburg ist kein Dorf und man sollte es nicht durch schlechtere Bildungsqualität zu einem Dorf machen! Wir brauchen nachhaltige Konzepte für eine funktionierende Uni!

 

Willst Du dauerhaft in der Politik arbeiten?

Als treuer St. Pauli-Fan ist es mein Traum, Sportjournalistin zu werden! Wenn es also mit der Politik nicht dauerhaft klappt, werde ich Journalistin.

Über die Autorin:

Alexandra Karge studiert Jura an der Uni Hamburg und ist Mitglied bei Campus Hamburg e.V.

 

Campus Kolumne

Liebe Kommilitonen, ich hoffe, ihr hattet eine schöne vorlesungsfreie Zeit! Nun steht ein neues Semester vor der Tür und mit ihm der Alltag an der Uni: Überfüllte Lehrveranstaltungen, Lernstress und meterlange Warteschlangen in Mensen und Cafés. Wie angenehm war das doch in den Semesterferien: Der Campus war leer gefegt. Ich musste nie lange in den Mensen anstehen und wenn ich erst nachmittags „mensen“ ging, hab ich trotzdem immer noch das beliebteste Essen ergattert. Wo sind also die tausenden Studierenden der Uni Hamburg? Im Urlaub? Bei ihren Eltern? In meinen Ferien jedenfalls musste ich Klausuren und Hausarbeiten schreiben. Als ich dann die Jura-Bibliothek zum  Lernen betrat, wurde mir sehr schnell klar, wo die Studierenden abgeblieben sind: In meiner Bibliothek! Bereits um 12 Uhr mittags ist es einfach nur voll; ich kann mir gerade noch das letzte freie Schließfach schnappen. Auf meinem Lieblings-Stockwerk 3+ angekommen, finde ich keinen einzigen Arbeitsplatz mehr für mich. Was ist denn hier los? Offensichtlich scheint die Anordnung vom Jura-Dekanat, die fachfremde Studierende während der Hausarbeiten-Zeit der Jura-Bibliothek verweist, dringend notwendig zu sein! Genervt suchte ich mir einen Arbeitsplatz auf Etage 4. Die benötigte Literatur ist vergriffen. Na toll. Trotz Studiengebühren gibt es immer noch nicht ausreichend Literatur für die Studierenden. Und diese stickige Luft. Schon jetzt nehme ich mir vor, am nächsten Tag ganz früh in der Bibliothek zu sein. Gesagt, getan. Morgens breche ich zur Bibliothek der Wirtschaftswissenschaftler auf, die kürzlich neu eröffnet hat. Bereits um neun stehe ich vor der Bibliothek – und vor mir zwanzig andere, die ein Schließfach haben wollen! Ich fass es nicht. In den Ferien herrscht akuter Platzmangel in den Campus-Bibliotheken! Ich wandere also wieder rüber zur Jura-Bibliothek. Hier finde ich nun, am frühen Morgen, ein Schließfach und einen Platz auf 3+. Das alte Motto gilt wohl immer noch: Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Ich wünsche euch ein erfolgreiches Sommersemester 2011!

Alexandra

Über die Autorin:

Alexandra Karge studiert Jura an der Uni Hamburg und ist Mitglied bei Campus Hamburg e.V.

 

Neue Hoffnung für den Bildungssektor?

Entenphilharmonie: Kreativer Studentenprotest gegen die geplanten Etatkürzüngen

Die Schwarz-Grüne Koalition ist zerbrochen! Nun dürfen sich Hamburg und vor allem wir Studierende auf einen intensiven Kurz-Wahlkampf und Neuwahlen gefasst machen! Doch was wird aus dem Sparpaket? Von Katharina Mennrich

Das Ende von Schwarz-Grün birgt für uns Studis zwei enorme Vorteile: Erstens
können wir aufatmen, die von der Regierung geplanten Sparmaßnahmen liegen zunächst auf Eis. Zweitens haben wir mit dieser Wahl endlich die reale Chance, Studiengebühren in Hamburg abzuschaffen! Denn die meisten Parteien haben sich schon zur letzten Wahl gegen Studiengebühren ausgesprochen – und bisher bleiben sie dabei. Unsere Wählerstimmen sind, auch wenn wir meistens nicht so behandelt werden, für die Politik enorm wichtig. Das sollten wir nutzen! Auch weil wir nicht vergessen dürfen, dass die Sparpläne momentan nicht mehr als einen Dornröschenschlaf halten. Denn das Haushaltsloch wird sich nicht von
selbst schließen. Damit es nicht, wie von Schwarz-Grün geplant, auf Kosten unserer Bildung geschlossen wird, müssen wir jetzt als Studierendenschaft
geeint gegenüber der Hamburger Politik auftreten und uns für unsere Bildung einsetzen! Diese Meinung vertreten viele hochschulpolitisch aktive Studierende. Deswegen wurde von den ASten aller Hamburger Hochschulen das Projekt „Bildungsretter“ ins Leben gerufen, das Protest-Aktionen gegen die Unterfinanzierung der Unis, die Streichungen beim Studierendenwerk und die Studiengebühren organisiert. Dazu gehörten auch die Freezing-Aktionen, als im Dezember jeweils für eine Minute Studis und Mitarbeiterer in den Uni-Mensen „einfroren“ und somit den gesamten Betrieb lahm legten. „Bildungsretter“ ist ein Projekt, das von gemeinschaftlichem Engagement lebt. Was jedoch jeder von uns für sich selbst entscheiden muss, ist, wofür er selbst einstehen möchte. Tun wir es nicht, laufen wir Gefahr, unsere einzige Chance zu verpassen, die Studiengebühren abzuschaffen.

Über die Autorin: Katharina Mennrich studiert Islamwissenschaft und ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im AStA der Uni Hamburg.

Hoher Beratungsbedarf unter Studierenden

Lars aus dem Infocafé: „Hier gibt‘s sogar Kaffee, Tee, Hot Chocolate und Internet“

Pünktlich um 9.30 Uhr öffnet sich die Tür des AStA-Infocafés. „Guten Morgen!“ begrüßt mich Lars freundlich. Ich darf dem Infocafé-Mitarbeiter heute über die Schulter schauen. Von Alexandra Karge

Während Lars die Kaffeemaschine anschaltet und die Stühle von den Tischen stellt, warnt er: „Gleich wird’s voll. Heute ist ab 10 Uhr Rechtsberatung. Eine halbe Stunde vor Beratungsbeginn werden Listen ausgelegt, in die sich die Studierenden eintragen können, um die AStA-Beratung zu nutzen.“ Auf meinen fragenden Blick hin erwidert Lars: „Die Mitarbeiter des Infocafés helfen Studierenden bei allgemeinen Fragen. Bei detaillierten rechtlichen Fragen können Studierende jedoch auch die umfangreichere Einzelgesprächsberatung in Anspruch nehmen.“ Das Beratungsteam des AStA der Uni Hamburg berät die Studierenden kostenlos zu verschiedenen studentischen Themen. Neben der Studien-, Rechts- und Sozialberatung wird Hilfe bei Fragen zu BAföG und studentischen Steuerfragen angeboten. „Es gibt einen hohen Beratungsbedarf“, erzählt Lars. „Während Erstsemester häufig allgemeine Frage nach Vorlesungsorten und Studienberatung stellen, informieren sich ältere Semester eher über Studienfinanzierung und Studiengebührenstundung.
Natürlich ist auch die Beratung fürs Widerspruchverfahren bei Zulassungsablehnung sehr gefragt.“ Neben dem Beratungsangebot für Studierende erfreuen sich auch Kaffee, Tee und heiße Schokolade großer Beliebtheit. Täglich strömen viele Studierende ins Café und holen sich Heißgetränke für die anstehende Vorlesung. „Das Infocafé ist die erste Anlaufstelle des AStA für Studierende auf dem Campus“, erklärt Daniel Oetzel, AStA-Referent für Service, Ökologie und Sport. Ihm obliegt die Betreuung des Cafés. „Studierende können sich unbürokratisch für die AStABeratung anmelden. Außerdem können sie hier günstig Bio- und Fair-Trade-Kaffee trinken, aktuelle Tageszeitungen lesen und kostenlos im Internet surfen“, ergänzt Daniel. Für Lars ist die Arbeit eine schöne Abwechslung zum Studium. „Ideal, da ich praktisch keinen Arbeitsweg habe. Ich arbeite da, wo ich ohnehin studiere“, grinst er. Ich sehe ihm an, dass ihm die Arbeit im Infocafé viel Spaß macht. „Natürlich gibt es hier auch immer wieder mal anstrengende Zeitgenossen, aber da hilft nur eins: locker bleiben! Das kann ich ganz gut.“ Mittlerweile ist es später Nachmittag und das Infocafé schließt gleich. Noch immer ist es gut gefüllt. Während Lars die Kaffeemaschine reinigt und die Stühle hoch stellt, resümiert er: „Das Schönste an dem Job ist, wenn Studis mir sagen: ‚Danke, dass du mir geholfen hast‘.“ Da geht man stets gerne zur Arbeit.

AStA-Infocafé, Von-Melle-Park 5 (Rotherbaum), T: 4502040, W: asta-uhh.de

Über die Autorin Alexandra Karge studiert Jura an der Uni Hamburg, war im AStA aktiv und ist Mitglied im Campus Hamburg e.V.

Wer mitreden will, muss wählen!“

Florian Steen: „Entscheidet über die Verwendung studentischer Gelder mit“

Die Wahl zum Studierendenparlament naht mit großen Schritten. Florian Steen, Vizepräsident des Studierendenparlaments an der Uni Hamburg, erklärt Grundsätzliches zur StuPa-Wahl. Von Alexandra Karge

Was macht das StuPa?
Eine der wichtigsten Aufgaben des StuPa ist es, den AStA zu wählen. Der AStA ist die Interessenvertretung der Studierenden der Uni Hamburg. Außerdem setzt sich das StuPa detailliert mit dem AStA-Haushalt auseinander und genehmigt diesen. Generell ist der AStA dem StuPa rechenschaftspflichtig und muss dessen Beschlüsse umsetzen. Weiterhin stellt das Parlament die Plattform für hochschulpolitische Diskussionen und Beschlüsse innerhalb der Verfassten Studierendenschaft dar. Wer darf zur StuPa-Wahl antreten? Jedes Jahr treten verschiedene Listen zur Wahl an. Diese bilden sich nach gemeinsamen politischen Ansichten, aus Fachbereichen oder gemeinsamen Interessen. Grundsätzlich kann jeder, der an der Uni Hamburg immatrikuliert ist, eine eigene Liste aufstellen und auch selbst wählen.

Wie läuft die Wahl ab?
Die Wahlunterlagen werden am 1. Dezember per Brief an alle Studierenden
verschickt. Bis zum 31. Dezember können diese portofrei an das StuPa-Präsidium zurückgeschickt werden. Den 2. Abschnitt bildet die Urnenwahl vom 10. bis zum 14. Januar 2011. Wer noch nicht per Brief gewählt hat, bekommt hier eine zweite Chance. In diesem Zeitraum findest Du überall auf dem Campus und an den Außenstellen Wahlurnen, an denen Du Deine Stimme abgeben kannst.

Warum sollten die Studierenden wählen gehen?
Mit Deiner Stimme entscheidest Du maßgeblich über die Verwendung der studentischen Gelder und über die Ausrichtung Deiner politischen Interessenvertretung. So kannst Du auch ohne hohen Zeitaufwand an der
Hochschulpolitik mitwirken.

Über die Autorin: Alexandra Karge studiert Jura an der Uni, war im AStA aktiv und ist Mitglied bei Campus Hamburg

Bildung, ein Privileg für Reiche? NEIN!

ArbeiterKind.de: Gründerin Katja Urbatsch erhält den Studentenwerkspreis

ArbeiterKind.de ermutigt junge Menschen aus nichtakademischen Herkunftsfamilien zur Aufnahme eines Hochschulstudiums. Dafür erhielt die Initiative den deutschen Studentenwerkspreis. Von Carolin Janssen

In Deutschland klafft eine große Bildungslücke zwischen der Anzahl der studierenden Akademikerkinder und Studenten nichtakademischer Herkunft. Die finanzielle Belastung ist dabei nur einer von vielen Gründen, die viele Abiturienten von einem Studium abhalten. Besonders das große Informationsdefizit sowie kulturelle Vorbehalte hindern die jungen Menschen häufig. Um diese Defizite zu beheben, bietet das Projekt ArbeiterKind. de seit Mai 2008 ein umfangreiches Informationsangebot im Internet, das neben Ratschlägen zur Bewältigung des Studiums auch Tipps zur Finanzierung bereit hält. Darüber hinaus gibt es dort ein Netzwerk ehrenamtlicher Mentoren, die hilfesuchenden Schülern und Studenten mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Wir ArbeiterKind.desind für Fragen und Anregungen stets per Mail oder in unserer Internet-Community erreichbar“, erklärt Merle Mulder, Gruppenleiterin von in Hamburg, einer von bereits über 70 Standorten bundesweit. Speziell in Hamburg tut sich zurzeit einiges. Hier startete die Initiative das Projekt „Yes, You Can!“, bei dem jüngst der Abschlussjahrgang der Otto-Hahn-Schule in Jenfeld begleitet wurde. ArbeiterKind.de veranstaltete Infovorträge, führte individuelle Beratungsgespräche durch, organisierte Uni-Besichtungen und besuchte Mentoren am Arbeitsplatz. Die Anfragen für ähnliche Projekte wollen seitdem nicht enden. „Gerne würden wir jeder Schule eine solche Unterstützung ermöglichen. Dafür brauchen wir aber noch mehr Freiwillige und entsprechende finanzielle Mittel“, sagt Merle. „Wer Interesse hat, sich selbst bei ArbeiterKind.de als Mentor einzubringen, kann jeden 1. Mittwoch im Monat ab 20 Uhr beim Stammtisch im „Roxie“ in der Rentzelstr. 6 vorbeischauen. Auch über Spenden freuen wir uns sehr!“

Ticker

+++ Naturwissenschaften an der Universität Hamburg herausragend bewertet +++

Das CHE ExcellenceRanking 2010 bescheinigt den Naturwissenschaften der Universität Hamburg einen Spitzenplatz im europäischen Vergleich als besonders forschungsstark und international orientiert. Das CHE ExcellenceRanking 2010 hat 130 Hochschulen in Europa für ihre wissenschaftlichen Leistungen in den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik als herausragend in Forschungsstärke und internationaler Orientierung ausgezeichnet. Die Universität Hamburg gehört in den Fächern Biologie, Chemie und Physik zu dieser Excellence-Gruppe.

+++ Das Virtuelle Naturkundemuseum stellt sich vor +++

Bereits seit 2003 existiert der Verbund der Naturwissenschaftlichen Sammlungen Hamburg (VNSH), der sieben Museen und Sammlungen der Universität Hamburg umfasst. Jetzt hat der VNSH erstmals einen gemeinsamen Katalog veröffentlicht und einen gemeinsamen Web-Auftritt online gestellt: das virtuelle Naturkundemuseum Hamburg. Mehr Infos erhaltet Ihr unter www.uni-hamburg.de.

+++ Professor für Soziale Arbeit an der HAW Hamburg erhält den „Höffmann-Wissenschaftspreis 2010“ +++

Prof. Dr. Henri Louis Seukwa von der Fakultät Wirtschaft und Soziales der HAW Hamburg ist Träger des diesjährigen international ausgeschriebenen Höffmann-Wissenschaftspreises für Interkulturelle Kompetenz. Mit dem Preis werden seine Forschungsleistungen auf diesem Fachgebiet gewürdigt.

+++ Akademischer Senat der Universität stellt sich offen gegen den Hamburger Senat +++

Der Akademische Senat der Uni Hamburg hat in einer offiziellen Stellungnahme den Wirtschaftsplanentwurf des Senats „kategorisch abgelehnt“. Dieser sieht hohe Mittelkürzungen für die Uni vor. Vielmehr unterstützt das Gremium den Uni-Präsidenten in der Forderung, den Etat der Universität dauerhaft gegenüber den vergangenen Jahren um etwa 50 Millionen Euro aufzustocken, und das strukturelle finanzielle Defizit zu beheben.


+++ Zehn Wissenschaftlerinnen der Universität Hamburg im Internetportal „AcademiaNet“ vertreten +++

Zehn Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Fakultäten der Uni Hamburg sind im Internetportal „AcademiaNet“ vertreten, das von Bundeskanzlerin Merkel am 2. November in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für die Öffentlichkeit freigeschaltet wurde. Mit Hilfe dieser Datenbank erhalten Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Wirtschaft einen besseren Zugang zu Profilen exzellenter Wissenschaftlerinnen.

Campus-Bibliotheken im Check

An der Uni Hamburg sind zahlreiche Bibliotheken über den gesamten Campus verteilt

Nach den Orientierungseinheiten und wilden Erstsemester-Partys kehrt jetzt langsam der alltägliche Lernbetrieb ein. Damit Du nun auch Deine Studienliteratur findest, helfen wir Dir mit einem kleinen Überblick über die Bibliotheken auf dem Hauptcampus der Uni.

Von Alexandra Karge

Staats- und Universitätsbibliothek (Stabi)

Die Staats- und Universitätsbibliothek, liebevoll „Stabi“ genannt, ist das Herz
der Hamburger Bibliothekenlandschaft. Hier sind Studierende aller Fachbereiche zu finden. Die Stabi besticht mit einem gut gepflegten, täglich aktualisierten Bücherbestand. Gruppenarbeitsräume und Ruheräume sind getrennt. Eine Klimaanlage sorgt dafür, dass Du auch im Sommer einen kühlen Kopf behältst. Der gute Eindruck wird durch die Toiletten getrübt, die oft ziemlich schmutzig sind.

Von-Melle-Park 3 (Rotherbaum), W: sub.uni-hamburg.de, Ö: Mo-Fr 9-21 h, Sa-So 10-21 h

Zentralbibliothek Recht (ZBR)

Hier gibts vor allem juristische Literatur. Der „Bücherturm“ gefällt durch seine schicke Architektur. Leider sind die Arbeitsplätze im Neubau außerhalb der Ruheräume ziemlich laut; in den Sälen des Altbaus findest Du jedoch Ruhe. Im Sommer erhitzt sich die ZBR auf Sauna-Temperatur und erschwert konzentriertes Arbeiten. Wegen der langen Öffnungszeiten ist die Bibliothek bei Studis aller Fachbereiche beliebt. Doch Vorsicht: Zur Klausuren- und Hausarbeitenzeit ist sie nur für Jura-Studierende reserviert. Wachpersonal sorgt in dieser Zeit dafür, dass diese Regelung eingehalten wird und fordert fachfremde Studis zum Verlassen der Bibliothek auf.

Rothenbaumchaussee 33 (Rotherbaum), W: zbrecht.uni-hamburg.de, Ö: Mo-Fr 7-24 h, Sa 8-24 h, So 10-24 h

Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften

Die neu gestaltete „WiWi-Bib“ er-streckt sich über das erste Stockwerk im WiWi-Bunker (Aufgang A). In den hellen und freundlichen Räumen lernen vorrangig WiWi-Studis. Auch hier sind Ruhe- und Gruppenarbeitsräume getrennt. Aber: Nimm Dir unbedingt einen Pulli mit, die Klimaanlage sorgt für eisige Verhältnisse.

Von-Melle-Park 5 (Rotherbaum), Aufgang A, 1. Stock,W: wiso.unihamburg.de/bibliotheken/fachbibliotheken/wirtschaftswissenschaften,Ö: Mo-Fr 9-21 h, Sa-So 10-18 h

Martha-Muchow-Bibliothek


Die „Martha“ fällt durch ihre rote Fassade auf. Hier findest Du Literatur der Fakultät Erziehungs-, Psychologie und Bewegungswissenschaft. Auf 3 Stockwerken kann in den hellen und beheizten Räumen konzentriert gelernt werden. Einziges Manko: Am Sonntag ist geschlossen.

Binderstr. 40 (Rotherbaum), W: unihamburg.de/fachbereiche-einrichtungen/fak_4/bibliothek, Ö: Mo-Fr 8-20 h,Sa 10-14h

Bibliothek im Afrika-Asien-Institut

Gute Lernatmosphäre. In hellen Räumen, bei gutem Licht und konzentrierter Stille fällt das Lernen leicht. Auf Grund dieser Qualitäten herrscht zu Klausurenzeiten Platzmangel. Gruppenarbeitsräume sind nicht vorhanden.

Edmund-Siemers-Allee 1 (Rotherbaum), Flügel Ost, W: uni-hamburg.de/Wiss/FB/10/AAI-Bibliothek/index.html, Ö: Mo-Fr 9-20 h, Sa 10-18 h, in der vorlesungsfreien Zeit: Mo-Fr 10-18 h, Sa geschlossen

 

Über die Autorin: Alexandra Karge studiert Jura an der Uni Hamburg, war im AStA aktiv und ist Mitglied bei Campus Hamburg

Ticker

+++ Stadt investiert halbe Milliarde in Uni-Erneuerung +++

Der Umzug in die HafenCity ist endgültig vom Tisch. Jetzt sogar die
Total-Kehrtwende: In den kommenden 20 Jahren soll groß umgebaut werden. Begonnen wird mit einem neuen großen naturwissenschaftlichen Campus rund um das Geomatikum. Der Hauptcampus soll dann folgen. Die Kosten werden, so
Senatorin Gundelach, „über Kredite finanziert“.

+++ HAW-Studis machen Kampagne für Senatorin +++

Marketing- und Kommunikationsdesign- Studis der HAW treten in einem Kreativ-Battle gegeneinander an. Der Auftrag: die Entwicklung einer Marketingstrategie, einer strategischen Kommunikationsplanung und die Gestaltung von Werbeplakaten im Format 8/1 für den Kreativstandort und die Wissensmetropole Hamburg. Das Sieger-Plakat wird im Frühjahr 2011 an 250 Stellen in der gesamten Metropolregion Hamburg zu sehen sein.

+++ Ingenieurstudium an der TUHH so attraktiv wie nie +++

1.120 neue Studierende nehmen zum Wintersemester ihr Bachelor-Studium an der TUHH auf. Gegenüber dem Vorjahr sind dies über 28 Prozent mehr Studienanfänger. Noch nie haben sich so viele neue Studenten an der TUHH immatrikuliert.

+++ HFBK empfängt ausländische Kunststudis +++

Zum Wintersemester startete die Hochschule für bildende Künste (HFBK) das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Sechs Studis von Kunsthochschulen in London, Paris, Wien, Hangzhou (China), Boston und San Francisco beziehen für ein Semester Wohn- und Arbeitsateliers auf zwei Fabriketagen eines Hinterhofs in der Karolinenstraße. Ein Semester werden sie hier miet und gebührenfrei studieren. Im Folgemester studieren dann HFBKStudis in den Partnerhochschulen.

BWL-Studentin Fatima: "Ich esse fast keinen Salat mehr in der Mensa."

Endlich Mittagessen. Wie gewohnt gehe ich in die Philo-Mensa. Nachdem ich einen Teller Spaghetti Bolognese ausgewählt habe, steuere ich noch die Salatbar an. Nanu, es gibt neuerdings orange Teller? Wie hübsch! Ich lasse mich jedoch nicht beirren und nehme lieber die gewohnte weiße Salatschüssel. Eine Campus-Reportage von Alexandra Karge

Nun ist es Zeit für die von mir perfektionierte Stapeltechnik. Hier gilt: Leichte Zutaten nach unten, schwere nach oben. Also schichte ich zunächst Salat, Paprika, dann Gurken auf. Zuletzt baue ich einen Wall aus Tomaten, in deren Mitte ich gekonnt Fetakäse platziere. Obendrauf stopfe ich noch Möhrenkraut. Als mein Kunstwerk fertig ist, überragt der Turm aus Salat die Schüsselhöhe um das Doppelte. Doch als ich an der Kasse stehe, berechnet mir die Kassiererin nicht wie gewohnt 1 Euro, sondern blafft  mich an: „Das musst Du zum Abwiegen auf den richtigen Teller machen!“ Hä? Auf meinen fragenden Blick hin nimmt sie mir meine Schüssel aus der Hand, kippt den Inhalt auf einen orangen – von mir zuvor ignorierten – Teller und stellt diesen auf die Waage neben der Kasse. Nachdem mein Salatteller abgewogen wurde, zahle ich 1,60 Euro. Was ist passiert? Warum muss ich meinen Salat neuerdings nach Gewicht bezahlen? „Mit dem neuen Abrechnungssystem kann das Studierendenwerk Hamburg weiterhin einen günstigen und fairen Preis anbieten und eine Qualitätssteigerung an unseren Salat-, Gemüse- und Pastabars umsetzen“, erklärt Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg. „Unsere Gäste können sich wie gewohnt ihren individuellen Salat, ihre Gemüse- oder Pastaauswahl zusammen stellen. Beim Bezahlen an der Kasse wird das Gewicht des Tellers automatisch abgezogen und der zu zahlende Preis durch Abwiegen ermittelt.“ Aha. Doch was wird aus Salatstaplern wie mir, die für ihre vollgefüllte Salatschüssel bisher einen Euro bezahlt haben und jetzt mehr bezahlen müssen? „Eine durchschnittliche Portion wird nicht teurer“, meint Allemeyer. „Durch den Einsatz eines waagengestützten Abrechnungssystems soll mehr Gerechtigkeit geschaffen werden. Alle Gäste bezahlen genau die Menge, die sie selbst verzehren.“ Na gut, das hört sich plausibel an. Allemeyer fügt auf Nachfrage hinzu: „Erste Reaktionen zeigen, dass die Studierenden die Veränderungen positiv aufnehmen, die Anzahl der Kunden nimmt sogar zu.“ Ist das tatsächlich so? Ich begebe mich zur Mittagszeit wieder in die Philo-Mensa und frage Studierende nach ihrem Eindruck. „Ich esse fast gar keinen Salat mehr in der Mensa“, erzählt Fatima (22, BWL). „Bevor die Salatwaagen eingeführt wurden, habe ich jeden Tag einen Salat gegessen. Wenn ich jetzt einen bunten Salat zusammenstelle, bezahle ich fast zwei Euro. Das ist zu teuer“, moniert die BWL-Studentin. Als nächstes frage ich Damian (22, Jura): „Für mich ist die Einführung der Salatwaagen nicht verständlich. Ich gehe davon aus, dass man jetzt mehr für einen Salat bezahlt als vorher. Aber vielleicht wird nicht mehr so viel Essen weggeschmissen, wenn der Preis nach dem tatsächlichen Gewicht berechnet wird“, bemerkt der Jura-Student. Während meiner Recherche auf dem Campus stelle ich fest, dass die Installation der Salatwaagen die studentischen Gemüter auf dem Campus bewegt. Eins jedenfalls steht fest: Die Zeiten des kunstvollen Salatstapelns sind vorbei.

Über die Autorin: Alexandra Karge studiert Jura an der Universität Hamburg, war im AStA aktiv und ist Mitglied bei Campus Hamburg

Ticker

+++ Wird Mensa-Essen bald deutlich teurer? +++

Der Hamburger Senat hat die vollständige Streichung der Zuschüsse für die Verpflegung der Studis beschlossen. Studierendenwerk- Chef Allemayer ist empört: „Das ist bundesweit einmalig.“ Da auch das Mensa-Essen nicht mehr von der Stadt bezuschusst wird, droht nun eine Preiserhöhung.

+++ TUHH: Grundsteinlegung für„Kreuzers Knast“ +++

Die TU bekommt ein neues Hauptgebäude. Spitzname: „Kreuzers Knast“ – wegen der gitterstabartigen Elemente, die man von innen sieht. AStA-Chef Jonathan Barth mahnt derweil: „Wir brauchen an der TU noch mehr Platz zum
Lernen!“ Hintergrund: Aufgrund von Sparplänen des Senats wird weniger Fläche neu bebaut als nötig.

+++ Uni-Umzug in die HafenCity abgesagt +++

Senatorin Gundelach hat dem Uni- Umzug eine finale Absage erteilt. Jetzt soll in den alternden Campus im Grindelviertel kräftig investiert werden. Der Bezirk Eimsbüttel hat mit den ersten Planungen für Ideenwettbewerbe begonnen.

+++ Über 40.000 Bewerbungen an der Uni Hamburg +++

Bei der Anzahl der Bewerbungen konnte die Universität einen neuen Rekord verzeichnen: In diesem Jahr haben sich 43.894 Studieninteressierte beworben, davon 36.821 Studienanfängerinnen und -anfänger. Im Wintersemester 2009/10 hatten sich insgesamt 37.995 Personen beworben, davon 33.771
Anfänger/innen. Aufgrund des Abi-Doppeljahrgangs starten im Oktober einmalig viele 16.000 Erstsemester ihr Studium.

+++ Der Kunst- und Mediencampus Hamburg ist da +++

Nach 5 Jahren Planung hat der Mediencampus an der Finkenau (Nähe Mundsburg) eröffnet. Hier studieren nun 1.500 Studis, u.a. Design-, Informations- und Medienstudiengänge der HAW Hamburg, an der Hamburg Media School, der Miami Ad School und der Hochschule für Bildende Künste.
Praktisch: Auf dem Campus befinden sich zudem der TIDE Bürgerkanal
und der Multimedia Kontor.

Neue Uni Hamburg Kollektion

Pünktlich zu Semesterbeginn bringt der Uni-Shop die neue Uni-Hamburg-Kollektion heraus. Die trendigen Sweatshirts und Pullover mit dem Uni-Logo sind in verschiedenen Farben erhältlich. Wie schon im Vorjahr wurde wieder Fair-Trade-Baumwolle für die Fertigung der Kleidungsstücke verwendet. Achtung: Es handelt sich um eine „Limited Edition“, die nur einmalig angeboten wird – also schnell zugreifen! Seit dem Wintersemester 09/10 arbeitet die Universität Hamburg zusammen mit der Firma EPONA in London, die Kleidung aus Baumwolle mit Fair-Trade-Zertifikat vertreibt. Was dahinter steckt? Die indischen Baumwollproduzenten erhalten stabile, von der Fair-Trade-Foundation festgesetzte Preise, die sie unabhängig von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt machen. Beim Anbau wird auf Pestizide verzichtet; außerdem werden die Farmer für die Arbeit in demokratischen Kooperativen unterstützt. Und weil es keine Zwischenhändler gibt, die eigene Margen verlangen, bleiben die Preise niedrig.

Und hier bekommt ihr die neue Uni-Hamburg-Kollektion:

  • online auf www.unishop-hh.de
  • in der Buchhandlung Boysen + Mauke in der Schlüterstraße
  • in der Heinrich-Heine-Buchhandlung in der Grindelallee

 

 

 

Kostenfreie Schulungen: Schluss mit schlechten Tutorien!

Maxi im Tutorium: „Selbst zu unterrichten ist eine echte Herausforderung“

Wer kennt das nicht? Man betritt den Seminarraum, freut sich darauf, etwas zu lernen und auf einmal ist die Motivation dahin und kommt so schnell auch nicht wieder.

So kann es einem nicht nur mit schlechten Dozenten gehen, sondern auch mit Tutoren. Diese studentischen Lehrkräfte leiten wöchentliche Sitzungen, um den Seminarstoff mit den Studis vor- und nachzubereiten. Die Idee ist gut, aber leider stimmt die Umsetzung nicht immer. Die meisten Tutoren können oft nicht mit der Lehrsituation umgehen, da sie vorher kaum geschult werden und deswegen nicht wissen, wie sie eine Sitzung richtig anleiten sollen. Germanistik-Studentin Maxi kennt diese Probleme: „Ich habe im letzten Semester mein erstes Tutorium gegeben und das war schon ein Sprung ins kalte Wasser für mich. Mein Dozent hat zwar probiert, mir mit Arbeitsblättern zu helfen, aber richtig wertvolle Infos habe ich nur von den anderen Tutoren bekommen“, erklärt sie.

Damit es in Zukunft weniger gestresste Tutoren gibt, hat das Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung unter der Leitung von Nadia Chakroun jetzt das „Hamburger Tutorienprogramm“ ins Leben gerufen. Das Projekt soll ab diesem Wintersemester Tutoren mit Kursen und Workshops auf ihre Aufgabe vorbereiten und in Sprechstunden auf einzelne Probleme und Fragen eingehen. „Wir bieten Kurse an, die vor und während des Semesters stattfinden“, so Chakroun. „Hier lernen die Tutoren, wie man Sitzungen richtig plant und mit Konfliktsituationen umgeht. Außerdem schauen sich die Kurstrainer einzelne Tutoriensitzungen an und geben den Tutoren direktes Feedback.“ Diese sinnvolle Idee könnte wirklich dafür sorgen, dass die vielen verplanten und unsicheren Tutoren schon bald der Vergangenheit angehören. Jetzt brauchen wir nur noch ein wirksames Heilmittel gegen langweilige Dozenten.

Interessierte Tutoren können sich auf blogs.epb.uni-hamburg.de/tutorienprogramm informieren und für das kommende Semester anmelden.

Kommentar: „Wir brauchen mehr Geld für Bildung“

Uni Hamburg: Immer mehr Studienanfänger bei schrumpfenden Etats

Beim Thema Etatkürzungen verlieren die meisten bei all den Zahlen, Statements und Veränderungen total den Überblick. So auch beim aktuellen Thema „Globale Minderausgabe“. In der Wissenschaftsbehörde sollen ab 2012 12,8 Millionen Euro einge- spart werden – zusätzlich zu den vielen ohnehin schon geplanten Kürzungen. Laut Senatorin Stapel- feldt soll diese „Minderausgabe“ nun aber doch von außeruni- versitären Institutionen wie der Verwaltung getragen werden. Zumindest an dieser Stelle darf also aufgeatmet werden.
Trotzdem steht fest: Einspa-rungen am Studierendenwerk
in Höhe von 1,2 Millionen Euro werden kommen, ebenso wie eine reale finanzielle Schlechterstellung der Universitäten durch Budgetkürzungen bei Investi- tionen und das Wegfallen des Inflationsausgleichs. In Zeiten von steigenden Steuereinnahmen ist eine solche Politik nicht zu rechtfertigen.
Das Argument des Senats, Mehreinnahmen müssten im Hinblick auf unsere Verantwortung gegenüber der kommenden Generation zur Schuldentilgung eingesetzt werden, trifft zwar zu. Es ist aber nicht zu erklären, wie Kürzungen an der Bildung und somit an unser aller Zukunft in dieses Konzept passen.
Ja, die Abschaffung der Studiengebühren war ein Schritt
in die richtige Richtung. Aber: allgemeine Kürzungen und Studiengebühren sind zwei unter- schiedliche Paar Schuhe. Was wir in Hamburg wirklich brauchen ist ein Paradigmenwechsel in der Politik, welcher der Bedeutung der Bildung für Gesellschaft und Zukunft gerecht wird.

Raum der Stille - Kurzer Rückzug vom Uni-Stress

Gebetsleiter Bilal: „Förderung des interkulturellen Dialogs“

Täglich strömen Tausende Studierende über den Campus. Lehrveranstaltungen sind nahtlos aneinander gereiht, halbstündige Pausen reichen gerade zum kurzen Mittagessen und Kaffeetrinken. Kaum bleibt ein Moment zum Innehalten. Dennoch gibt es eine kleine Oase der Ruhe an der Uni, den Raum der Stille.
Ich besuche den Raum, der zwischen der ehemaligen HWP und dem Fachbereich Psychologie liegt, vor dem wöchentlichen Freitagsgebet der Islamischen Hochschulgemeinde.

Der nüchtern gestaltete Raum ist mit Teppich ausgelegt, vor dem Betreten müssen die Besucher ihre Schuhe ausziehen. An der Wand hängt ein Foto von der Raumübergabe an die Studierenden im Jahr 2006 mit Informationen zum Raum und dessen Zweck. Nacheinander trudeln etwa zehn Studenten ein. Darunter befindet sich Bilal Gülbas, der stellvertretende Vorsitzende der Islamischen Hochschulgemeinde. Der 20-jährige Student studiert Psychologie im zweiten Semester. Ihm obliegt die Leitung des Islamischen Freitagsgebets. Welche Funktion hat der Raum der Stille auf dem Campus? Während Bilal sein Gebetsgewand überzieht, erklärt er mir: „Der Raum der Stille bietet Studenten die Möglichkeit, zwischen ihren Vorlesungen ihre Gebete zu verrichten oder sich einfach für einen Moment aus dem Unialltag zurückzuziehen. Man kann sich hinsetzen, die Stille genießen und zur Ruhe kommen.“ Neben der islamischen Hochschulgemeinde finden sich auch andere religiöse Hochschulgemeinden zu festen Termine im Raum der Stille zusammen. Bilal erklärt: „Durch einen Ort wie den Raum der Stille wird der interkulturelle Dialog gefördert. Hier können ein Moslem und ein Buddhist friedlich nebeneinander beten.

Am 25. Mai wird übrigens das interreligiöse Friedensgebet stattfinden. An diesem Tag kommen Studierende aller Religionen zu einem Friedensgebet zusammen. Anschließend lassen wir den Abend bei einem kleinen Grillfest ausklingen. Alle Studierenden sind herzlich eingeladen!“ Bilal verabschiedet sich lächelnd von mir und entschuldigt sich:
„Ich muss jetzt das Gebet leiten!“

Über die Autorin...
Alexandra Karge studiert Jura an der Uni Hamburg und ist Mitglied bei Campus Hamburg

Kommentar: Quo vadis Hochschulstandort Hamburg?

Neues Rechtshaus: „Andere Uni-Standorte könnten uneinholbar vorbeiziehen“

Unmittelbar nach Amtsantritt versprach die neue SPD-
Wissenschaftssenatorin
Dorothee Stapelfeldt, das Wahlversprechen der Rücknahme der Studiengebühren zum Wintersemester 2011/12 einzulösen und die entfallenden Mittel den Hochschulen in voller Höhe zu erstatten. Dann aber musste man sich eingestehen, dass man die – noch von der alten Regierung beschlossenen – Sparmaßnahmen an den Hochschul-Etats nicht nur nicht zurüc nehmen würde können, sondern eventuell auch noch weitere Belastungen oben drauf kommen. Prompt schlugen die Hochschulpräsidenten Alarm und kündigten umfangreiche Schließungen von ganzen Fachbereichen an, sollten die Kürzungspläne Realität werden.

Am Ende einigte man sich auf weitere Gespräche und sucht jetzt fieberhaft nach Lösungen, wie man ohne Geld einen wettbewerbsfähigen Hochschulstandort
hinbekommt. Aber genau da steckt das immer wiederkehrende Problem: Wenn man einen starken Hochschulstandort will, wird das auch Geld kosten. Von nix kommt nix. Wenn man das Geld nicht hat, weil sich die Stadt in einer Haushaltsnotlage befindet, dann kann man sich seine Ansprüche eben nicht leisten. Das bedeutet neben diesem Eingeständnis dann, dass man die schmerzvolle Frage beantworten muss, was denn an Leistungen an den Hochschulen wegfallen soll. Und genau dafür will niemand zuständig sein. Am Ende passiert vor allem eins: Andere Uni-Standorte ziehen uneinholbar vor uns weg und Hamburg droht der dauerhafte Abstieg in die zweite Hochschulliga.

Über den Autor...
Torsten Hönisch ist Vorsitzender von Campus Hamburg e.V.

Olaf Scholz auf die Finger schauen!

AStA-Vorsitzender Sören: „Studiengebühren sollen abgeschafft werden. Nur wann?“

Nach der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft hat der neue Senat die Arbeit aufgenommen. Die alleinregierende SPD um Olaf Scholz hatte bereits vor der Wahl Maßnahmen zur Wissenschaftspolitik in einem Regierungsprogramm angekündigt: die Abschaffung der Studiengebühren, mehr Geld für die Uni und die zügige Uni-Sanierung am Hauptcampus. Nun fordern die Hamburger Studierenden diese Wahlversprechen ein. UNISCENE trifft Sören Faika, Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses der UniHamburg (AStA). Als gewählte Interessenvertretung ist der AStA das Sprachrohr der Hamburger Studierenden. Sind die Vorhaben der SPD überhaupt finanzierbar?
„Die kürzlich gewählte SPDWissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt hat vor der Wahl zur Bürgerschaft die Abschaffung der Studiengebühren sowie mehr Geld für die Uni durch Einsparungen im Haushalt versprochen“, erklärt Sören. „Nach der Wahl hat die SPD jedoch festgestellt, dass nun doch nicht so viel Geld im Haushalt zur Verfügung steht.“ Und was wird dann aus der Abschaffung der Studiengebühren? Sören stellt klar: „Die Studiengebühren sollen weiterhin abgeschafft werden. Das sagt zumindest die SPD, und wir vom AStA werden uns weiter vehement dafür einsetzen!“ UNISCENE spricht ihn auf die Unterfinanzierung der Uni an. Das ungenügende Abschneiden der Uni Hamburg bei der kürzlich durchgeführten Bundesexzellenzinitiative ist schließlich nicht zuletzt auf die magere finanzielle Ausstattung zurückzuführen. Sören fordert: „Die Politik muss endlich Entscheidungen treffen. Ohne eine hinreichende Finanzierung droht uns das Schicksal einer bedeutungslosen Regional-Uni!“ UNISCENE fragt Sören nach dem aktuellen Stand der Uni- Sanierung. Wann und wo soll der Umbau beginnen? Sören berichtet: „Die Sanierung soll sich auf 30 Jahre erstrecken. Den Anfang wird im nächsten Jahr der MIN-Campus in der Bundesstraße machen.“ Es bleibt also abzuwarten, ob und wie die Wahlversprechen umgesetzt werden. Abschließend stellt Sören fest: „Olaf Scholz hat ein sehr ambitioniertes Programm aufgestellt. Der AStA und die Studierenden werden ihm bei der Umsetzung seiner Versprechen genau auf die Finger schauen!“

Leistungsdruck nimmt stark zu

Seit der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem stehen Studierende unter zunehmendem Leistungsdruck. Der Grund hierfür sind starre Regelstudienzeiten, Anwesenheitspflichten und eine hohe Klausurendichte. „Zu den Problemen gehören neben studienbezogenen Problemen wie Unsicherheit über die Studienfachwahl, Prüfungsangst und Lern- und Arbeitsstörungen auch Depression, Erschöpfungszustände, Überforderung und Stress“, erklärt Bernd Nixdorff, Leiter der Psychologischen Beratung an der Uni Hamburg. Seit der Umstellung der Studienabschlüsse auf Bachelor und Master treten diese Symptome ganz verstärkt auf. „Wir haben in diesen Bereichen deutliche Zuwächse“, bestätigt Nixdorf. „Unser subjektiver Eindruck ist, dass die chronische Erschöpfung zugenommen hat. Diese Veränderung gänzlich auf Bachelor und Master zu schieben, wäre aber zu simpel“, so Nixdorff. „Es ist ein Bündel aus Faktoren: Die Einführung der Studiengebühren, die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt, die zweifache Bewerbung zum Bachelor und Masterstudium sowie die Leistungsanforderungen in einer globalisierten Welt sorgen dafür, dass der Beratungsbedarf insgesamt ansteigt.“ Die Psychologische Beratung kann helfen. Anmelden könnt Ihr Euch per E-Mail, über den speziellen Anmeldebogen auf www.uni-hamburg.de oder direkt im Campus Center. Aufgrund von Personaleinsparungen müsst Ihr aber derzeit leider mit längeren Wartezeiten rechnen. Die Beratung ist für Studenten natürlich kostenlos.

Über die Autorin:
Alexandra Karge studiert Jura an der Uni Hamburg und ist Mitglied bei Campus Hamburg e.V.

 

Berater Nixdorff: „Studenten sind immer häufiger chronisch erschöpft“

Schnappschuss des Monats

+++ Der Lenz ist da +++

Zaghaft strecken die ersten Krokusse ihre Köpfchen aus der Erde vor dem Audimax. Nach dem langen, kalten Winter mit nassen Füßen und dicken Klamotten freuen wir uns auf den Frühling. Mit dem Frühling kommt die Sonne: Die Cafés im Univiertel entstauben ihre Außenbestuhlung und  an den ersten warmen Sonnentagen können wir unseren Kaffee endlich wieder an der frischen Luft genießen, statt schnell von einem Veranstaltungsort zum anderen zu huschen. Der Campus wird lebendig und wartet mit Kultur, Parties und Konzerten auf uns. Und natürlich fällt auch das Lernen leichter, wenn die Sonne auch noch am wohlverdienten Feierabend lockt. Kurzum: Endlich Frühling!

Foto: Patric Urbaneck

International Studieren

Internationale Begegnungen auf der International Welcome Week

Der Verein PIASTA der Uni Hamburg bietet sowohl ausländischen als auch deutschen Studenten die Möglichkeit, das interkulturelle Leben an und außerhalb der Uni kennenzulernen.

Langeweile im tristen Studi-Alltag? Multikulti ist in! 

Der Verein PIASTA der Uni Hamburg bietet ausländischen und auch deutschen Studierenden die Möglichkeit, das interkulturelle Leben an und außerhalb der Uni kennenzulernen. Ihr Motto dabei ist: „Interkulturell entdecken, interdisziplinär lernen, informiert studieren.“

Neben zahlreichen deutschen Studenten entscheiden sich auch viele Studenten aus aller Welt für die Uni Hamburg. Um nicht orientierungs- und ahnungslos über den Campus zu schleichen, bietet der Verein PIASTA allen ausländischen Studierenden die Möglichkeit, sich in Hamburg und an der Uni zurechtzufinden. Ein interkulturelles, studentisches Team organisiert jede Menge Veranstaltungen und bietet Beratungsstellen an. Einer der Koordinatoren, Gregorio Souza, kommt aus Brasilien und studiert an der Uni Hamburg. Er empfindet PIASTA als großen Gewinn. „Das Besondere hier sind die zahlreichen interkulturellen Begegnungen“, schwärmt er. „Unser International House ist ein Hort der Weltoffenheit.“ Programme wie Welcome&Kultur bieten zum Beispiel die International Welcome Week zum Start eines jeden neuen Semesters oder planen Ausflüge nach Berlin oder Lübeck. Im PIASTA Mittwochs-Café findet einmal die Woche eine interkulturelle Veranstaltung statt, wie zum Beispiel ein internationaler Musikabend oder Kuba Nights. Neue Studenten sind dabei immer herzlich willkommen. Wer Lust daran hat, international zu arbeiten und neue Menschen kennenzulernen, dem bietet PIASTA vielfältige Möglichkeiten. Studenten können sich als Tutoren bewerben, als Sprach-Tandem-Partner anbieten, sich ehrenamtlich engagieren oder auch ein Teilzeitpraktikum absolvieren. Weitere Informationen gibt es im Internet oder vor Ort im International House in der Rothenbaumchaussee 36.

 Über die Autorin:

Chiara Piscitelli studiert Germanistik und Medienwissenschaften an der Uni Hamburg. Sie ist Halbitalienerin.

Gemütliche Abende beim wöchentlichen

Ohne Eltern geht´s kaum

Jürgen Allemeyer: „Studenten brauchen mehr finanzielle Unterstützung durch BAföG“

Der Schlüssel zur Hochschulwelt wird vererbt“, so Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg. Die soziale Herkunft ist noch immer entscheidend für den Bildungsweg – dies ist eines der Kernergebnisse der kürzlich präsentierten Studie zur studentischen Lebenswelt. 59 Prozent der Studis stammen aus hohem und gehobenen Elternhaus, aber nur 41 Prozent aus der niedrigen und mittleren Herkunftsgruppe. Von 100 Akademikerkindern gehen 83 zur Hochschule, von 100 Nicht-Akademikerkindern nur 26. Bei den Studis schwankt das Einkommen von weniger als 600 bis über 1000 Euro. Hauptfinanziers sind noch immer... die Eltern!

Schnappschuss des Monats

+++ Weihnachtszeit ist Wahlzeit +++


So oder so ähnlich wird es momentan wohl in den meisten Hörsälen, Mensen oder Seminarräumen aussehen. Auch dieses Jahr buhlen nicht weniger als 18 hochschulpolitische Listen um Eure Stimmen zur Wahl des Studierendenparlaments (StuPa). Was uns dann morgens vor Vorlesungsbeginn, ordentlich zurecht sortiert, erwartet, artet im Laufe des Tages in ein Papierchaos aus. Doch um was geht es hier eigentlich? Das StuPa wählt den neuen AStA und Ihr bestimmt damit, wie das Beratungs- und Serviceangebot dieser Studierendenvertretung aussehen wird. Ein Blick auf die Wahlprogramme lohnt sich also. Im letzten Jahr lag die Wahlbeteiligung nur bei etwa 25 Prozent. Kein Wunder also, dass die Wahlwerbung so umfangreich ausfällt. Die Briefwahlunterlagen habt Ihr Anfang Dezember erhalten. Falls
Ihr daran nicht teilgenommen habt, könnt Ihr Eure Stimme noch zwischen dem 10. und 14. Januar an einer der Wahlurnen auf dem Campus abgeben. Nutzt die Chance!

Talking Science in 3 Minuten

FameLab: „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“

Am 29. Januar findet die Premiere des FameLab in Hamburg statt. Nachwuchswissenschaftler stellen einer Fachjury in nur drei Minuten ihre Forschungsprojekte vor. Jeder kann mitmachen oder im Publikum mit dabei sein. Von Torsten Hönisch

Einen Teilbereich seiner Arbeit auf den Punkt zu bringen und einem breiten Publikum verständlich zu machen, stellt gerade in der Wissenschaft eine besondere Herausforderung dar. Hier knüpft FameLab an: Unter dem Motto „Talking Science!“ sollen die Kandidaten rhetorisch in der Lage sein, ihr Forschungsgebiet innerhalb weniger Minuten wissenschaftlich korrekt, leicht verständlich und mitreißend zu präsentieren. Als Hilfsmittel darf nur verwendet werden, was am Körper getragen werden kann. „Bei früheren Events in anderen Städten wurden zum Beispiel Totenschädel, Kontrabässe, Speisekarten, ein Honigbrot, ein Hula-Hoop-Reifen, ein aufblasbares Alien oder Perlenketten eingesetzt, um das Gesagte zu veranschaulichen“, erklärt Gaby Gahnström von der mitveranstaltenden Uni Hamburg Marketing GmbH. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!“ Falls Ihr für ein Forschungsthema aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Mathematik, Informatik, Psychologie oder Medizin brennt, solltet Ihr bei der Hamburger FameLab- Premiere mitmachen. FameLab ist ein internationaler Wettbewerb mit dem Ziel, wissenschaftliche Talente im Bereich Wissenschaftskommunikation aufzuspüren und zu fördern. Eingeladen sind Masterstudierende, Doktoranden und andere Nachwuchswissenschaftler bis 35 Jahre, die Lust haben, ein Forschungsthema
verständlich, originell und spannend einer hochkarätigen Jury und dem Publikum zu präsentieren. Die Präsentation der eigenen Arbeit in einem internationalen Umfeld eröffnet die Möglichkeit, sich bereits am Anfang der Karriere der Öffentlichkeit zu präsentieren und Aufmerksamkeit für das Thema sowie ein gewisses Medienecho zu erreichen. Der Kontakt zur Jury verschafft interessante Kontakte zu Vertretern der „Scienctific Community“, der Forschungsförderung und zu den Medien. Die Teilnehmer werden Teil des internationalen FameLab-Netzwerks, können Verbindungen halten und werden zu weiteren interessanten Veranstaltungen der Wissenschaftskommunikation eingeladen. Die Gewinner nehmen zum Beispiel auch an der Masterclass in Berlin teil sowie am renommierten Cheltenham Science Festival in Großbritannien und haben hier die Möglichkeit, spannende internationale Kontakte zu knüpfen. Vitamin B schadet ja bekanntlich nie. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde. Die zwei Finalisten der Hamburg-Premiere bekommen außerdem je ein GEO-Jahresabonnement und eine Uni-Tasche mit Inhalt. Für das Event müsst Ihr Euch nicht anmelden. Der Eintritt ist für Teilnehmer wie für Zuhörer kostenlos. Last but not least: Es macht Spaß!

Sa., 29.1., Uni Hamburg, ESA-West, Café dell Arte, Edmund-Siemers-Allee (Rotherbaum), ab 12 h, Eintritt frei, W: famelab-germany.de

Über den Autor Torsten Hönisch war AStA-Chef an der Uni Hamburg und ist
jetzt Vorsitzender des Campus Hamburg e.V.

Schnappschuss des Monats

+++ Ein Stückchen Prunk im Ententeich +++

Warum die Uni in die HafenCity verlegen, wenn es auch umgekehrt geht? Am 2. November wurde mit jeder Menge Medienpräsenz die “Entenphilharmonie” am Campus eingeweiht. Mit dem Entenhaus im Konzerthausstil hat der AStA die jüngsten Sparpläne des Senats auf eine originelle Art und Weise kritisiert. Prunk am Hafen hochzuziehen, statt öffentliche Gelder in die Uni zu investieren, sei das falsche Signal für den Wissenschaftsstandort Hamburg, so der AStA-Vorsitzende Sören Faika in seiner Eröffnungsrede. Bis das Vorzeigeobjekt auf Dauer zu Wasser gelassen werden kann, müssen nun noch ein paar Feinheiten ausgebessert werden. Solche Verzögerungen kommen bei derlei Mammutprojekten nun einmal
vor... Bis dahin liegt die neue Entenbehausung vorerst wieder auf dem Trockenen. Jeder kann das Projekt unterstützten. Gegen eine Spende von einem Euro bekommt Ihr einen Spenderbutton. Mehr dazu beim AStA und auf Facebook unter „Die Entenphilharmonie“.

Erste Campus-Eindrücke vom Erstsemester

Die heiße Phase der Kursanmeldungen ist vorbei und so langsam kehrt der Vorlesungsalltag ein. Viele Erstis haben spannende Erlebnisse hinter sich. Zeit, mir einen von ihnen zu schnappen und seine ersten Eindrücke festzuhalten. Von Mareike Petersen

Dennis Windisch (23) ist einer von rund 6.000 Erstsemesterstudenten an der Uni Hamburg. Genau wie seine Kommilitonen hat auch er eine aufregende Zeit hinter sich – Erstsemesterveranstaltungen in Hülle und Fülle. Er selbst sagt: „Man muss schon trinkfest sein, um die Studienzeit antreten zu können“, und lächelt verschmitzt. Der sympathische Erstsemester ist allerdings mit ganz anderen Absichten an die Uni Politikwissenschaften.gekommen – er studiert nun Ein Fach, „bei dem man noch nicht genau weiß, wohin es einen führen wird“. Diese ungewisse Zukunft bereitet ihm allerdings keine Sorgen, im Gegenteil. Er hat sich bewusst darauf eingelassen. „Ich hatte die Möglichkeit, in meinem Job mit festem Gehalt einzusteigen, wollte aber lieber studieren.“ Dennis hat, im Gegensatz zu vielen anderen Erstsemestern, bereits eine Ausbildung als
Schifffahrtskaufmann hinter sich. Die Aussicht auf Routine in der Arbeitswelt war ihm jedoch nicht genug. Seine Erfahrungen und sein vergleichsweise hohes Alter haben ihm in den ersten Wochen an der Uni erheblich geholfen. „Ich hab’s mir hier noch planloser vorgestellt.“ Dennis möchte die Uni nutzen, um sich zu bilden und vielfältige Menschen mit politischem Interesse kennenzulernen. Mit seiner Entscheidung ist er bislang durchweg zufrieden. Um ehrlich zu sein, sieht man selten so entspannte Erstsemester. Nervig findet er lediglich die viel zu engen Sitzmöglichkeiten in den Vorlesungsräumen. Herausfordernd wird für ihn die Arbeit an seiner Konzentration. Manchmal gibt es „zu viel Partystimmung während einer Vorlesung. Aber daran wird man sich gewöhnen“, hofft er.

Über die Autorin: Mareike Petersen studiert Volkswirtschaftslehre im dritten Semester an der Uni Hamburg und ist Mitglied bei Campus Hamburg

Dennis Windisch: „Man muss schon trinkfest sein“

Neuer Studiengebühren-Skandal!

Top-Thema auf dem Uni-Campus: Wird das Mensa-Essen jetzt teurer?

Als wäre das Leben als Studi in Hamburg nicht ohnehin schon teuer genug, reißen die neuen Sparpläne des Senats nun ein weiteres riesiges Loch direkt in unsere Geldbeutel!

Von Katharina Mennrich


Das Leben in Hamburg ist teuer! Es gibt kaum noch Zimmer unter 350 Euro und wer mal auswärts essen möchte, kann sich nur noch Fast Food leisten. Salmonellenalarm! Zum Glück gibt es ja aber noch die Mensen. Gut, da ist auch nicht immer alles lecker, aber immerhin preiswert. Schon gewusst? Das Studierendenwerk, das die Mensen betreibt, ist auch für die meisten der Hamburger Studentenwohnheime verantwortlich. Die Zimmer dort sind gut und günstig. Doch damit könnte es ab sofort vorbei sein! Dem Studierendenwerk werden nämlich satte 2,3 Millionen gestrichen. Und wer darf zahlen? Richtig, wir! So werden die Mensapreise um 10 Prozent erhöht und ab Wintersemester 2011 dürfen wir dann auch noch 20 Euro mehr Semesterbeitrag bezahlen. Wann die Studentenwohnheime ihre Miete erhöhen, ist sicherlich auch nur eine Frage der Zeit. Klasse! Das ist aber lange noch nicht alles! Das Stipendienprogramm für ausländische Studierende – insgesamt 600 000 Euro – wird gestrichen, das Verwaltungspersonal wird in Rasenmähermanier um 4 Prozent gekürzt. Zusätzlich sollen noch weitere 10 Millionen Euro im Uni-Haushalt gespart werden. Wer hier noch davon spricht, dass Wissenschaft und Forschung nicht von den Sparmaßnahmen berührt würden, offenbart einzig, dass er oder sie keine Ahnung von der Struktur und Arbeit einer Universität hat. Viele ProfessorInnen gehen jetzt auf die Barrikaden und fordern auch von uns Studierenden Widerstand gegen die Streichungen, denn gerade in vielen kleinen Fachbereichen bedeuten diese Sparmaßnahmen einen massiven Rückgang der Unterrichtsqualität, wenn die Lehrenden statt zu forschen nur noch mit Verwaltungsarbeit beschäftigt sind. Doch der größte Skandal versteckt sich an ganz anderer Stelle! So hatte die Schwarz-Grüne Regierung nach Amtsantritt die Studiengebühren um 125 Euro auf 375 Euro gesenkt und den Universitäten zugesagt, den Differenzbetrag selbst zu zahlen. Doch das Versprechen seines Vorgängers scheint Neu- Bürgermeister Ahlhaus vergessen zu haben, denn dieser Haushaltsposten über 1,6 Millionen pro Semester soll restlos gestrichen werden. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht einmal der Ausgleich für die Semester 2009 und 2010 erfolgt ist! Finanziell ist das für die Uni ein Desaster! Politisch, ein dreister Versuch, uns unbemerkt um unser Geld zu bringen. Denn wir zahlen zwar weiterhin 375 Euro, bekommen jedoch dafür viel weniger in unser Studium zurück, da künftig mindestens ein Viertel des Betrags in die Verwaltung der Gebühren umgeleitet werden muss. Das so etwas nach momentanem Hamburger Hochschulgesetz verboten ist, scheint im Senat niemanden ernsthaft zu stören – warum auch, wenn man ja eh gerade damit beschäftigt ist, eben dieses Gesetz zu überarbeiten! Wenn der Senat das alles in dem geplanten Maße final umsetzt, stehen den Hamburger Universitäten und vor allem uns Studierenden düstere Zeiten bevor. Eins ist klar: wenn wir diese Änderungen einfach so hinnehmen, kann es unter diesem Senat nur noch schlimmer werden!

Über die Autorin:
Katharina Mennrich studiert Islamwissenschaft und ist
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im AStA der Uni Hamburg.

Doppelt belastet

Maren Kasch (31) bekam ihren Sohn Ben (2) mitten im Studium. Campus-Reporterin Yvonne traf die sympathische Mutter auf dem Campus. Beim Kaffee sprachen sie darüber, wie man es schafft, gleichzeitig gute Mutter und gute Studentin zu sein – und sich nebenbei noch ehrenamtlich bei den UniEltern zu engagieren.

Von Yvonne Schaber

Der Stillraum der Uni Hamburg ist fensterlos, ungemütlich. Maren sitzt auf einem alten Sofa, Ben schläft. „Es ist besser als nichts“, sagt sie. Und meint damit die
Räumlichkeiten der Initiative UniEltern. „Doch ohne den Verein hätte ich das alles nie geschafft.“ Die junge Mutter wollte ihr Studium damals auf keinen Fall unterbrechen. Doch wie stellt man sich der Herausforderung, mit Baby zu studieren? Maren steckte sich ein ehrgeiziges Ziel – und studierte einfach ohne Pause weiter. Anfangs dachte auch sie über einen Studienabbruch nach. „Mütter sollten sich nicht so viel Druck machen“, sagt Maren rückblickend. „Studiert man weiter, muss das Baby eben trotzdem immer an erster Stelle stehen.“ Zusammen mit ihrem Mann Ralf wohnt sie außerhalb der Stadt, in Tornesch. Die letzten Tage vor Marens großen Prüfungen wird sich Ralf wie immer freinehmen und auf Ben aufpassen, damit Maren lernen kann. Das Kind, das Studium, der Job – Stress pur für die kleine Familie. „Wir müssen die ganze Zeit auf Abruf sein, man steht ständig unter Druck“, stellt die gelernte Erzieherin fest. Das Paar gibt Ben jetzt vier Mal pro Woche zu den UniEltern, einem Verein, der aus einer Elterninitiative entstanden ist. Für viele Studi-Mütter ist das eine echte Entlastung! Die UniEltern gibt es seit Ende 2008, aktuell werden 27 Kinder betreut. Auch von Maren: „Ich weiß, wie unglaublich dankbar junge Mütter sind, dass es die UniEltern gibt. Deshalb engagiere ich mich. Auch wenn wir acht Mitarbeiter kaum bezahlt werden. Es ist ja auch extrem schwierig, heute einen normalen Kita-Platz zu bekommen.“ Die Mütter zahlen bei den UniEltern nur knapp 40 Euro im Monat. 12 Kinder stehen noch auf der Warteliste. „Wer sich zuerst angemeldet hat, rutscht nach, wenn ein Platz frei wird“, erklärt Maren. Doch für die UniEltern sieht es derzeit nicht so rosig aus. „Von der Uni und der Stadt gibt es wenig Geld, wir können uns kaum über Wasser halten!“ Darum wurden kürzlich auch die Öffnungszeiten verkürzt, nur noch montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Vor der Geburt hatte sich die quirlige Blondine das alles schon etwas leichter vorgestellt. „Viele denken, ein Baby während des Studiums wäre perfekt, weil man da so viel Zeit hat. Das ist falsch!“ Trotzdem istBen das Beste, das ihr passiert ist. Ja, es ist furchtbar anstrengend. Und ja, Maren hat keine 15 Minuten mehr für sich. „Doch dadurch, dass ich Ben immer in der Nähe habe, kommt nichts zu kurz. Er macht mich einfach glücklich.“ Maren hat die ersten zwei Studienjahre mit Ben prima gemeistert! „Die UniEltern brauchen aber mehr Unterstützung von außen, damit wir uns halten können.“

UNISCENE drückt dem Verein die Daumen!
Kontakt UniEltern: AStA,Von-Melle-Park 5 (Rotherbaum), 20146 Hamburg, Telefon: 45020434, E-Mail: beratung(at)unieltern.de ,Internet: www.unieltern.de, Beratung: Top-Thema auf dem Uni-Campus: Wird das Mensa-Essen jetzt teurer? Donnerstags von 10 bis 12 Uhr

 

Ärger um Master-Studienplätze

An der Uni Hamburg lief die erste große Bewerbungswelle für die neuen Masterstudienplätze. Heraus kam jede Menge Verwaltungsärger. Vielen Studierenden wird ein besserer Uni-Abschluss verwehrt.

von Torsten Hönisch

 

Als Jelena Jacobsen sich für den Master-Studiengang Internationale Kriminologie an der Uni Hamburg bewarb, machte sie sich noch keine großen Sorgen. Gewundert hatte sie sich aber schon ein wenig, warum sie neben ihrem Bachelor-Zeugnis auf einmal noch das Abi-Zeugnis, ein Motivationsschreiben, einen Beleg über ihre Englischkenntnisse und einen Nachweis über Vorkenntnisse in Kriminologie einreichen musste. Aber schließlich hatte sie den Bachelor in Germanistik mit einer guten Note abgeschlossen und warum sie den gewünschten Master-Studiengang belegen wollte, konnte sie ja gut begründen. Umso größer war ihre Verärgerung, als die Uni ihr mitteilte, dass sie keinen Master-Studienplatz bekommt. „Ich weiß nicht was schief gelaufen ist. Niemand sagt mir, warum ich abgelehnt wurde“, sagt Jelena. Zwar seien später Ranglisten ausgehängt worden, „da tauchten aber einige der Bewerbungskriterien gar nicht auf“. Die Auswahlentscheidung ist für sie nicht nachvollziehbar: „Wie, von wem und wonach meine Unterlagen beurteilt wurden, ist nirgendwo ersichtlich.“ Nach ihrem Besuch in der Rechtsberatung des AStA hat Jelena jetzt erst mal Widerspruch eingelegt. Wie es weitergehen soll, falls der nichts bewirkt, weiß sie aber noch nicht. Soll sie jetzt aufgeben und sich einfach einen schlechteren Job suchen? Soll sie ein Jahr warten und sich dann erneut bewerben? „Da ich nicht weiß, warum gegen mich entschieden wurde, weiß ich ja auch nicht, was ich falsch gemacht habe“, sagt Jelena. Sie wisse daher nicht, ob es in einem Jahr wirklich besser laufen würde. Sich jetzt schon auf einen Job bewerben, will Jelena aber auch nicht. „Ich fühle mich nach dem Bachelor-Studium noch nicht voll berufsfähig. Deswegen wollte ich ja auch den Master machen.“ Sie findet es ungerecht, dass es nicht genug Masterplätze für alle Bewerber gibt. „Hier werden Leute einfach aussortiert, die weiter studieren wollen!“ Dabei würden doch in der Politik immer wieder höhere Qualifikationen gefordert. Wenn man aber schon Leuten absagen müsste, dann wenigstens nach einem gerechten und transparenten Verfahren. „Das derzeitige Verfahren hat sich die Uni jedenfalls nicht zu Ende überlegt“, da ist sich Jelena sicher. Sie wird sich jetzt wohl erst mal einen Praktikumsplatz suchen.

 

---
Ihr habt auch Ärger mit dem Master-Zulassungsverfahren? Wendet Euch an die AStA-Beratung (Infos und Beratungstermine unter www.asta-uhh.de oder schreibt und eine Email an feedback@campus-hamburg.de und berichtet uns von Euren Erlebnissen.

Über den Autor: Torsten Hönisch war AStA-Chef an der Universität Hamburg und ist jetzt Vorsitzender von Campus Hamburg e.V.

 

Campus Hamburg e.V. wird unterstützt durch
Share |