Campus Watch ist ein Instrument der Studierendenschaft, mit dem wir auf die zahlreichen Probleme, Missstände und Ungerechtigkeiten auf dem Campus aufmerksam machen können, Veränderungen einfordern und durchsetzen, um den Studienalltag somit nachhaltig zu entlasten.
Warum gibt es überhaupt so viel zu beanstanden?
An einer großen Universität wie unserer ist es nicht einfach, immer den richtigen Ansprechpartner zu finden. Vieles läuft falsch, und nicht immer liegt es dabei an fehlendem Geld oder fehlendem Willen - das kommt auch vor. Oft führen schlichte Missverständniss oder kleine Irrtümer zu großen Problemen, von denen jedoch schlicht niemand weiß - außer die Betroffenen. Ein Dekan kann nicht seine ganze Fakultät überblicken, ein Einzelfall, mag er noch so ärgerlich sein, fällt selten auf. Selbst die strukturellen Probleme, die viele betreffen können nur behoben werden, wenn jemand die Stimme erhebt.
Warum sagt niemand was?
Es wird den Studierenden nicht gerade einfach gemacht, Verbesserungen einzufordern. Qualitätssicherungsprogramme und Beschwerdeplattformen fehlen, das Zentrum für Studierende leistet nicht genug und oft auch schlechte Arbeit. Als einzelner Studierender weiß man meist überhaupt nicht, an wen man sich noch wenden kann. Das schlechte Bild, das viele Studierende von der Hamburger Universität haben, speist sich aus Frustration über diese Situation. Die Verwaltung ist undurchsichtig und wenig hilfreich, das Internetangebot der Universität ist katastrophal. Oftmals werden die Dinge dann trotzdem so hingenommen, weil die Studierenden sowieso keine Hilfe erwarten und sie somit auch nicht einfordern. Irgendwie rütteln sich die Unstimmigkeiten dann doch meistens zu Recht. Mit vielen Problemen kann man leben - muss man aber nicht!
Was ändert sich durch Campus Watch?
Mit den Hochschulreformen lassen sich Nachlässigkeiten nicht mehr so leicht hinnehmen. Das Bachelorsystem stellt ganz neue Anforderungen an die Studierenden. Mit gutem Recht können sie einfordern, dass es ihnen möglich gemacht wird, diese zu bewältigen. Die Studiengebühren machen eine Studienverlängerung durch schlechte Bedingungen teuer. Wer für etwas 500€ zahlt, will ohnehin auch eine Gegenleistung sehen. Mit Campus Watch erkennt diese Notwendigkeit an und lässt niemanden mehr alleine mit seinen Problemen. AStA, Dekanate - alle Beteiligten schauen auf die Entwicklung jedes einzelnen Eintrages, so dass nichts mehr unter den Tisch gefegt werden kann.
Mit viel Geld werden ungenaue Evaluationen finanziert, um Konzepte für die Zukunft zu entwickeln. Es geht auch einfacher und unbürokratischer. Wir kennen die richtigen Stellen, um die Einträge in die Diskussion einzuwerfen oder eine schnelle Lösung für singuläre Probleme zu finden. Nicht immer ist der Erfolg gleich sichtbar, aber Campus Watch hält die Diskussion über Optimierung, Verbesserung und Studierendeninteressen in allen Universitätsbereichen am Laufen. Das kann nicht verkehrt sein.
Euer Frust hat nicht nur etwas beim Mensaessen mit den Kommilitonen zu suchen - er geht alle etwas an. Zusammen können wir Lösungen finden, damit sich die Universität wandelt und ein immer besserer Ort zum studieren wird.