Fachschaftsrätekonferenz
Die Fachschaftsrätekonferenz (FSRK) soll der Koordination und Vernetzung der Fachschaftsräte der Universität dienen. Dabei sollen Erfahrungenen in den jeweiligen Fachschaften ausgetauscht, auf gesamtuniversitäre Entwicklung reagiert, und gemeinsame Aktionen koordinatiert werden. Zeitweise war die FSRK ein teilautonomes Referat im AStA.
Den Rahmen der Arbeit der FSRK bildet das Konzept für ein gesamtuniversitäres
Fachschaftsrätegremium [1]
(http://www2.uni-hamburg.de/~uvdi009/misc/konzept.html), welches von den
Fachschaftsräten gemeinsam beschlossen wurde.
| Inhaltsverzeichnis |
1 Arbeitsweise
Die FSRK trifft sich jeden Dienstag um 18 Uhr in der Schweinebucht (Phil 973, dem Café der Historiker –
idealerweise sollte der Ort auf der Homepage der FSRK
(http://www.fsrk.de.tf/) nachgesehen werden, da er sich
sporadisch ändert). Zu diesen Treffen wurden die Fachschaftsräte per Brief eingeladen. Dies musste jedoch aus
Kostengründen auf Email umgestellt werden.
Auf den Treffen werden zuerst in einer Berichtsrunde aktuelle Entwicklungen in den Fachschaften besprochen. Anschließend wird gemeinsam über Vorschläge diskutiert, was die FSRK als nächste Aktionen angehen möchte.
Die Fachschaftsräte wählen mindestens zwei Sprecher der FSRK (oft auch Referenten genannt, auch wenn dies nicht korrekt ist) für ein Jahr. Die Wahl erfolgt per Briefwahl. Zu dieser Wahl hat jeder Fachschaftsrat eine Stimme, unabhängig von der Größe der jeweiligen Fachschaft. Die Wahl ist gültig, wenn mindestens 30% der Fachschaftsräte sich an der Wahl beteiligt haben und eine Kandidierendenliste mehr als 50% der abgegebenen Stimmen erhalten hat. Sollte diese Mehrheit nicht erreicht werden, erfolgt eine Stichwahl.
Die FSRK hat bei den Wahlen immer wieder damit zu kämpfen, dass von der Rahmenordnung ein Beiteiligungsquorum vorgeschrieben wurde, das alle existierenden Fachschaften der Universität Hamburg zählt, nicht jedoch die aktiven Fachschaften. Viele Fachschaften sind inaktiv, oder beschränken ihre Aktivitäten auf den Erhalt eines Fachschaftscafés und sind nicht an gesamtuniversitärer Politik interessiert. Dennoch wurde das Quorum bei jeder Wahl erreicht.
Die FSRK operiert unabhängig von AStA und Studierendenparlament in den ihr selbst gesteckten Zielen. Im Moment ist eine stadtweite Unterschriftenkampagne für Gebührenfreiheit (Anlaß: Evaluation des Hochschulgesetzes) das zentrale Thema.
2 Entwicklung
Durch die deutlich linke Ausrichtung und die häufig recht deutliche Opposition zum AStA machte die FSRK eine sehr abwechslungsreiche Entwicklung mit.
Im Jahr 2001/2002 wurde sie vom damaligen AStA unter der Führung der GHG als teilautonomes Referat abgeschafft. Der AStA spekulierte darauf, dass die FSRK durch diese Maßnahme an Bedeutung verlieren würde. Dies geschah aber nicht.
Stattdessen trafen sich die Fachschaftsräte zu einer Vollversammlung (obwohl dies kein Gremium im Sinne der
Verfassten Studierendenschaft darstellt) und entwickelten ein Konzept für ein gesamtuniversitäres
Fachschaftsrätegremium (gF) [2]
(http://www2.uni-hamburg.de/~uvdi009/misc/konzept.html) und beantragten die
Verankerung eines Gremiums aufgrund dieses Konzeptes in die Fachschaftsrahmenordnung. Dies geschah im Jahr
2003, jedoch wurde die resultierende Rahmenordnung nie verabschiedet.
Aufgrund dieser Fachschaftsrahmenordnung erhielt die FSRK jährlich einen Etat vom AStA (7400 Euro im Jahr 2006). Im neuen durch das StuPa beschlossenen Haushalt ist eine weitere Finanzierung der FSRK nicht vorgesehen. Der AStA weist diesbezüglich darauf hin, dass die Fachschaftsrahmenordnung von 2003 nie verabschiedet wurde, und die Fachschaftsrahmenordnung von 1982 die FSRK nicht vorsieht. Die bisher für die FSRK verwandten Mittel wurden auf die Fachschaftsräten nach Studierendenzahl aufgeteilt. Sie sollen nun in Eigenregie entscheiden, in welchem Maße sie die FSRK unterstützen wollen.
3 Aktivitäten
Die FSRK gibt in unregelmäßigen Abständen „Reader“ zu unterschiedlichsten Themen heraus, beispielsweise zu
Studiengebühren, Verwaltungsgebühren oder auch zur Fakultätengründung. Diese sind meist recht
sorgfältige Zusammenstellungen und dienen der Begründung der politischen Orientierung der an der FSRK
beteiligten Fachschaftsräten. Sie sind auf der Homepage der FSRK [3]
(http://www.fsrk.de.tf/) zu finden.
Außerdem führt die FSRK auch eigenständig Veranstaltungen und Aktionen durch, darunter studentische (Protest- )Aktionstage oder auch den Gebührenboykott.
4 Kritik
Kritiker der FSRK werfen dieser vor, dass sie sich immer weiter von den Fachschaftsräten entfernt und ihre eigentlich Aufgabe nicht erfüllt, nämlich die Interessen der Fachschaftsräte zu vertreten. Der Hauptvorwurf richtet sich gegen die radikal linke Orientierung, die derartig stark vertreten werde, dass andere Meinungen nicht mehr zu Wort kommen würden. Die entsprechenden Fachschaftsräte nehmen nach eigener Aussage deswegen nicht mehr an Sitzungen der FSRK teil. Die FSRK behauptet hingegen, dass sie nur die Interessen der Fachschaftsräte vertreten kann, die auch an den Sitzungen teilnehmen.
Insbesondere große Fachschaftsräte, die meist "realpolitisch" ausgerichtet sind, fühlen sich unterrepräsentiert, da sie bei Wahlen den gleichen Einfluss wie kleine Fachschaftsräte haben – viele kleine Studiengänge mit jeweils einigen Dutzend Studierenden können so ihre politische Meinung gegen sehr große Studiengänge mit Tausenden von Studierenden durchsetzen. Deswegen fordern einige große Fachschaftsräten das Wahlverfahren zu ändern. Die kleinen Fachschaftsräte halten dagegen, dass die FSRK eine Vertretung der Fachschaftsräte ist und damit eine gleiche Wahlbedeutung sinnvoller ist, insbesondere da bereits im StuPa und im AStA eine Vertretung nach Studierendenzahl besteht.
Die meisten Mitglieder der FSRK sind aktiv in den jeweiligen Fachschaften. Allerdings ist einer der drei Sprecher seit längerem nicht mehr Mitglied in seinem Fachschaftsrat. Dies widerspricht dem oben genannten Konzept für ein gesamtuniversitäres Fachschftsrätegremium und wurde vom FSR Jura beanstandet, welcher sich ebenso wie die Fachschaftsräte Wiwi und Medizin? von der FSRK nicht vertreten sieht. Die aktuellen Sprecher sind Till Petersen (FSR Erziehungswissenschaften, Liste LINKS), Niels Kreller (Ex-FSR Jura, Harte Zeiten) un:*d Thomas Gniffke (FSR Physik, Fachschaftsbündnis). Damit fehlt zumindest Niels Kreller die auf der „konstituierenden Sitzung“ der FSRK vorrausgesetzte „Deligierung“ seiner Fachschaft. Die notwendige Beauftragung wurde durch den FSR Geschichte übernommen.
Im Zusammenhang mit dem ersten Gebührenboykott 05/06 fiel die FSRK durch den Versuch negativ auf, studentische Gelder für die Boykott-Kampagne gegen den Willen des AStAs zu verwenden.
5 Links
- Homepage der FSRK
(http://www1.uni-hamburg.de/fsrk/)
- Konzept für ein gesamtuniversitäres
Fachschaftsrätegremium (gF)
(http://www2.uni-hamburg.de/~uvdi009/misc/konzept.html)
von 1982
(http://www2.uni-hamburg.de/~uvdi009/misc/FSR_Rahmenordnung.html)
Fachschaftsrahmenordnung von 2003
(http://www.asta-uhh.de/uploads/media/Fachschaftsrahmenordnung.pdf)
- Gebührenboykott
(http://www.gebuehrenboykott.de/)
-
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