Juso-HSG
| Inhaltsverzeichnis |
1 Die Juso-Hochschulgruppe
Die Juso-Hochschulgruppe ist eine politisch aktive Liste und tritt regelmäßig bei den akademischen Wahlen an. Sie setzt sich größtenteils aus Jusos zusammen, es finden sich aber auch Studierende ohne Parteibuch unter den Aktiven. Seit der Wahl 05/06 sind die Jusos eine der treibenden Kräfte im AStA, bei der StuPa-Wahl (06/07) erhielten sie die meisten Stimmen und stellen damals 9 Parlamentarier. Für die Legislatur 09/10 reichte es allerdings nur noch für 6 Sitze. Die Campus-Jusos gehen einerseits stark projektorientiert vor und versuchen, aus dem AStA heraus eine Vielzahl an unterschiedlichen kurz- und langfristigen Projekten zu verwirklichen, etwa die Verschönerung des Campus, den Fotowettbewerb, Kulturveranstlatungen, Mitbestimmungsplattformen oder Evaluationen und geben andererseits die hochschulpolitische Leitlinie für die Verfasste Studierendenschaft. Sie setzen sich dafür ein, dass im hochschulpolitischen Reformprozess die Interessen der Studierenden gewahrt werden und setzen sich dafür mit den entsprechenden Bereichen - Studiengebühren, BA/MA-Reform, STiNE intensiv auseinander.
2 Verhältnis zur SPD
Das Verhältnis der Juso-HSG zur SPD ist prinzipiell gut. Zwar sind viele der Jusos auf dem Campus auch Parteimitglieder, wodurch die Gruppe aber nicht abhängig von der Partei ist. Im Gegenteil, ein Teil der Arbeit der HSG besteht darin, die Erfahrungen vom Campus in die Partei zu tragen und dafür zu sorgen, dass das sozialdemokratische Programm im Sinne der Studierenden ist. Die Juso-HSG hat so mit dafür gesorgt, dass die Position der SPD zum Thema Studiengebühren eindeutig bleibt - sie sollen nach erfolgreicher Wahl abgeschafft werden.
3 Programm und Eigendarstellung
Die Juso-HSG setzt sich aus Studierenden verschiedenster Fakultäten und Fachbereiche zusammen. Sie versteht sich deshalb als Vertreter der gesamten Studierendenschaft. Die Studierenden der Juso-HSG sind genau so, wie alle anderen von den Problemen der Uni Hamburg betroffen - ob Probleme mit veralteten Diplomstudienordnungen, oder dem Studieren im Bachelorsystem. Auch sie buchen ihre Veranstaltungen mit STiNE und sind von den Studiengebühren betroffen. Aufgrund der eigenen Erfahrungen, und mit dem direkten Draht zur Bürgerschaft, einer großen Zahl an aktiven Mitgliedern und der politischen Erfahrung durch jahrelanges Engagement setzt die Juso-Hochschulgruppe sich energisch für die Interessen der Studierenden ein.
3.1 Studiengebühren - Der Kampf ist (noch) nicht vorbei
Allgemeine Studiengebühren sind schlecht für die Stadt und den Studienstandort Hamburg! Zum Sommersemester 2007 wurde ihre Erhebung dennoch beschlossen. Die Juso-Hochschulgruppe hat dafür gesorgt, dass die Position der SPD auch klar bleibt: Studiengebühren sind sozial ungerecht, abzulehnen und vor allem abzuschaffen! Zusätzlich setzt sich die Juso-Hochschulgruppe dafür ein, dass die Studiengebühren den Studenten zu Gute kommen und sich an der Studiensituation tatsächlich etwas zu Gunsten der Studierenden ändert. Unabhängig davon setzen sich Vertreter der Juso-HSG im AStA dafür ein, dass so viele Studierende wie möglich von den Gebühren befreit werden.
3.2 STiNE: Der Schlüssel zu einer besseren Uni?
Die Juso-HSG setzt sich dafür ein, dass STiNE bald möglichst technisch einwandfrei funktioniert. Seit Jahren sind Probleme, wie überlaufene Seminare und zu kleine Räume zwar bekannt, aber dennoch unbeachtet geblieben. Die Juso-HSG sorgt nun dafür, dass die mit der STiNE-Software aufgedeckten Mängel an der Universität endlich angegangen werden. STiNE ist das richtige Werkzeug gegen unlogische Prüfungsordnungen, irrwitzige Raumzuweisungen und Lehrende, die jede Regel missachten. Die Juso-HSG sitzt mit den Entwicklern von STiNE in einer Arbeitsgruppe, um diese Probleme konkret zu lösen. Fachbereiche dürfen sich nicht länger hinter ihren eigenen undurchsichtigen „Regeln“ verstecken: Keine unsinnigen Zulassungsbeschränkungen für Lehrveranstaltungen, kein wochenlanges Nachrückverfahren mehr! Der Lehrbetrieb muss laufen - für alle!
3.3 Bachelor/Master: Neue Studiengänge, alte Probleme
Die Juso-Hochschulgruppe sieht in der Umstellung die Chance, sowohl alte, als auch neue Probleme anzusprechen und Lösungen zu finden. Der Bachelor muss studierbar sein, der Master muss erreichbar sein! Dafür reicht es nicht, den alten Diplom- und Magisterstudiengängen ein neues Etikett aufzukleben. Seit der Einführung der neuen Studiengänge verfolgt die Juso-HSG die Entwicklung der neuen Studienordnungen und Umsetzung des Bachelor/Master Systems. Vor allem aber kämpft die Juso-HSG dafür, dass ausreichend Masterplätze ausfinanziert werden. Nur so ist die Förderung von Talenten und die Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuches möglich und nur so kommt qualifiziertes Lehrpersonal nach Hamburg.
3.4 Die Juso-HSG im AStA
Im April 2006 wurde ein neuer AStA gewählt. Die vorige Koalition, gestützt von extrem linken Listen musste das Feld für ein neues Mitte-Links-Bündnis räumen. Wir stellen einen zentralen Teil dieser neuen Koalition. Im Laufe der Legislatur hat sich die Juso-Hochschulgruppe zur bestimmenden Kraft im AStA entwicklelt, die den hochschulpolitischen Ton auf dem Campus angibt. In der Folgelegislatur setzt die Koalition nun die Arbeit des letzten Jahres fort, mit noch stärkerer Beteiligung der Jusos.
Im aktuellen AStA stellt die Juso-HSG den Vorstand (Torsten Hönisch, Hendrik Matenaar), sowie Referenten für die Bereiche Hochschulpolitik (Benjamin Gildemeister), Kultur (Gun Röttgers) und Öffentlichkeitsarbeit (Martina Hamester). Viele weitere Jusos arbeiten als Projektkräfte mit. Die Juso-Hochschulgruppe hat die Erfahrung, das Engagement und vor allem den Willen, die Studenten der Uni Hamburg auch weiterhin politisch gut zu vertreten.
3.5 Die Hochschulgruppe als Basis für die Arbeit in StuPa und AStA
Bei regelmäßigen Gruppentreffen wird stets die aktuelle politische Situation auf dem Campus diskutiert. Die Rücksprache mit den Gruppenmitgliedern hilft den Referenten und Projektkräften dabei, ihre Tätigkeit im AStA entsprechend den Interessen der Studierenden auszurichten.
Die Richtlinien der AStA-Arbeit werden durch das Studienrendenparlament bestimmt. Auch die Abgeordneten der Juso-HSG im Studierendenparlament können im Dialog mit der Hochschulgruppe eine Position zu den verschiedenen, zur Debatte stehenden Problemen erarbeiten. Dabei ist es der Juso-HSG wichtig, immer wieder die eigene Position kritisch zu hinterfragen und zu überprüfen.
4 Kritik
Die Juso-HSG wird von linker Seite häufig dafür kritisiert, sie setze zu stark auf "gute Kontakte nach oben" und würde sich daher vor harten Kontroversen mit denen da "oben" drücken. Außerdem steht die Linie der Stellvertreterpolitik der Jusos im Gegensatz zu den mehr auf Basisbewegung orientierten Gruppierungen. Besonders deutlich wurde dies im Konflikt um die Teilautonomen Referate im Jahr 2008, als das Frauenreferat durch die AStA-Koalition um die Jusos abgeschafft wurde und für andere Referate Kürzungen vorgesehen waren (letztere wurden schließlich nicht voll umgesetzt).
Als größter Skandal kann jedoch die Nichtbestätigung der Referenten des Ausländerreferates 2008 gewertet werden. Die Liste Ausländischer Studierender(LAS), Teil der AStA-Koalition, hatte die Wahlen gegen die Liste Internationale Solidarität (auf der u.a. Mitglieder von Liste Links und Harte Zeiten kandidierten) knapp verloren. Obwohl formal korrekt, verweigerte die AStA-Mehrheit im StuPa der Wahl der ausländischen Kommilitonen die Anerkennung. Dies geschah zunächst darüber, den Tagesordnungspunkt ans Ende zu schieben und dann die Sitzung vorher abzubrechen. Nach über einem halben Jahr wurde dann die Bestätigung verweigert, da man mit den neuen Referenten nicht zusammenarbeiten könne/wolle. Auf Nachfrage gab der 1.AStA-Vorsitzende (Juso) bekannt, man arbeite jetzt stattdessen an einem "vernünftigen" Konzept für das Aref, "wie wir uns das vorstellen". Seitdem haben keine neuen Wahlen zum Aref mehr stattgefunden, die LAS sitzt weiterhin dort und bekommt das entsprechende Geld.
Die fehlende Unterstützung für die Gebührenboykotte und den Bildungsstreik 2009, das beharren auf einer "zweiten Chance" für die 2009 schließlich gestürzte Präsidentin Auweter-Kurz und die grundsätzliche Bejahung des BaMa-Systems sind weitere Punkte, die der Juso-HSG den Vorwurf einbringen, sie würden nur im Wahlkampf links blinken, aber im Zwiefel immer rechts fahren. Die Tolerierungsvereinbarung der Juso-geführten AStA-Koalition 09/10 mit dem RCDS wird als weiterer Beweis gesehen.
5 Historisches
Die Hochschulgruppe Harte Zeiten trat früher unter dem Namen Juso Hochschulgruppe an, bis die SPD dies untersagte (vergleiche den Artikel zu Harte Zeiten). Die jetzige Juso-Hochschulgruppe trat früher unter dem Namen Realos Jetzt! zur Wahl an. Wärend die jetzige Juso-HSG fest in das Netzwerk des Juso-Landesverbandes Hamburg eingebunden ist und gute Kontakte zur SPD pflegt, hat die an der Hochschule noch existierende Gruppe "Harte-Zeiten" keine Anbindung mehr an innerhalb der Jusos oder SPD relevanten Strömungen.
6 Links
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